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Freitag, 23. Januar 2026

Rezension: The Woman in Suite 11 - Ruth Ware

 

Informationen zu Buch und Autorin lt Amazon:

  • Herausgeber ‏ : ‎ dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
  • Erscheinungstermin ‏ : ‎ 29. Dezember 2025
  • Auflage ‏ : ‎ 1.
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 416 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3423264446
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423264440
  • Ruth Ware wuchs im südenglischen Lewes auf und lebte nach ihrem Studium an der Manchester University eine Zeit lang in Paris. Sie hat als Kellnerin, Buchhändlerin, Englischlehrerin und Pressereferentin für einen großen Verlag gearbeitet und wohnt jetzt mit ihrer Familie in der Nähe von Brighton. Mit ihren raffinierten, atmosphärischen Thrillern ist sie zu einer der erfolgreichsten internationalen Bestsellerautorinnen geworden. 

     

    Inhalt:

    Lo Blacklock will ins Leben einer Reisejournalistin zurückkehren, nachdem sie mehrere Jahre zu Hause bei ihren Kindern verbracht hat. Als sie zur Neueröffnung eines Hotels am Genfer See eingeladen wird, ist sie voller Tatendrang.
    Das Hotel ist wunderschön - sowohl von der Lage her als auch von der Ausstattung.
    Um diese Reise wirklich erfolgreich abschließen zu können, braucht Lo aber ein Interview mit dem Hotelbesitzer Marcus Leidmann. Als sie in der Nacht überraschend in sein Zimmer eingeladen wird, ist sie zwar skeptisch, gibt aber ihrer beruflichen Neugier nach. Doch in dem Zimmer wartet nicht der Millionär, sondern eine Frau, die behauptet dessen Geliebte zu sein und sich in Lebensgefahr zu befinden ...

    Meinung:

    Als ich mit dem Buch begonnen habe, wusste ich leider nicht, dass es sich hier quasi um eine Fortsetzung handelt. Wenn ich The Woman in Cabin 10 gelesen hätte, wäre mir der Einstieg wahrscheinlich leichter gefallen und vielleicht würde meine Meinung zu dem Buch auch anders aussehen.

    Die Idee von der Geschichte finde ich wirklich gut und es hätte ein sehr spannendes und aufregendes Buch werden können. Meiner Meinung nach ist es das aber nicht. Es dauert sehr, sehr lang bis zumindest etwas Spannung auftritt. Ja, ein leicht kribbelndes Gefühl hat man schon eine Weile vorher, man ahnt, dass etwas im Busch ist. Aber trotzdem kommt sehr lang keine Spannung auf.

    Und auch als die Geschichte dann an Fahrt aufnimmt, fand ich es nicht so spannend, wie sie sein hätte können. Ich finde, Ruth Ware verschenkt hier viel Potenzial und wir wissen, sie kann es besser. Das finde ich etwas schade.

    Lo Blacklock ist zwar eine recht liebenswerte Protagonistin, aber sie trifft fortwährend unglaublich dumme Entscheidungen, bei denen man sich nur an den Kopf greifen kann. Ihre Leichtgläubigkeit und Naivität ist teilweise wirklich unglaublich. Wenn man den Vorgänger nicht kennt, bleiben die meisten Charaktere relativ flach. Wie gesagt, wie es wäre, wenn ich vorher das erste Buch gelesen hätte, kann ich nicht sagen. Und von der Spannung habe ich ja schon geschrieben, dass mich das Buch leider nicht überzeugt hat.

    Fazit:

    Ruth Ware kann es wesentlich besser.

    ⭐⭐⭐ 

     

     

     

    Montag, 25. September 2023

    Rezension: Wenn sie wüsste - Freida McFadden

     


    Informationen zu Buch und Autorin lt Amazon:

    • Herausgeber ‏ : ‎ Heyne Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (11. Mai 2023)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Broschiert ‏ : ‎ 400 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453471903
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453471900
    • Originaltitel ‏ : ‎ The Housemaid
    • Abmessungen ‏ : ‎ 13.4 x 3.5 x 20.6 cm

    Freida McFadden ist im Hauptberuf Ärztin. Spannende Plots sind ihre Leidenschaft. Mit »Wenn sie wüsste« gelang ihr quasi über Nacht der internationale Durchbruch als Autorin. Die Begeisterung der Leserinnen und Leser über die unglaublichen Twists in ihrem Thriller war so groß, dass das E-Book in den USA und in Großbritannien innerhalb kürzester Zeit sämtliche Rekorde brach, und zum gefeierten Bestseller wurde. Mit ihrer Familie und einer schwarzen Katze lebt Freida McFadden in einem jahrhundertealten Haus mit knarzenden Treppen und Blick auf das Meer.


    Inhalt:

    Millie hat eine Vergangenheit mit der sie nur sehr schwer Arbeit findet. Als Nina ihr einen Job als Haushälterin mit Kost und Logis anbietet, kann sie ihr Glück kaum fassen. Doch kaum hat Nina mit ihrer Arbeit begonnen, zeigt Nina ihr wahres Gesicht. Sie verwüstet das Haus, beschuldigt Nina für Dinge, die sie nicht getan hat. Auch ihre Tochter zeigt Millie keinen Respekt. Einzig der (attraktive) Mann im Haus - Andrew -  ist nett zu Millie. Wenn da nur nicht die stetig wachsende Eifersucht von Nina wäre ...

    Meinung:

    Ich habe dieses Buch auf Booktube bei einer Youtuberin gesehen und den Klappentext gehört und musste das Buch einfach selbst lesen. Und was soll ich sagen? Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage verschlungen und wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil ist locker und leicht und sehr flüssig zu lesen.

    Schon lange habe ich nicht mehr so ein packendes Buch gelesen. Die Geschichte war sehr spannend erzählt und immer wieder hat man das Gefühl, sich in einem Horrorfilm zu befinden. Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Im ersten Teil wird vor allem vom Alltag berichtet. Manche könnten das langweilig finden, jedoch für mich war es sehr spannend zu lesen. Ich habe mit Millie mitgefiebert und mitgelitten, habe mich gemeinsam mit ihr über das Verhalten von Nina und ihrer Tochter geärgert usw. 

    Irgendwann meint man vielleicht, man hat durchschaut, worauf die Geschichte hinausläuft. Auch bei mir war es so. Doch ich bin von den Plottwists noch gewaltig überrascht worden!

    Fazit:

    Ein tolles Buch und den Hype absolut wert!

    ⭐⭐⭐⭐⭐


    Donnerstag, 5. August 2021

    Rezension: Watch - Glaub nicht alles, was du siehst - Michael Meisheit

     


    Infos zu Buch und Autor lt Amazon:

    • Herausgeber ‏ : ‎ Heyne Verlag; Originalausgabe Edition (14. Juni 2021)
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Taschenbuch ‏ : ‎ 416 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453424484
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453424487
    • Abmessungen ‏ : ‎ 11.9 x 3.1 x 18.7 cm

    Michael Meisheit – Jahrgang 1972 – hat an der Filmakademie Baden-Württemberg Film studiert – mit dem Schwerpunkt „Drehbuch“. Sozusagen vom Studium weg wurde er 1997 als Drehbuchautor für die Fernsehserie „Lindenstraße“ engagiert, für die er in den folgenden zwanzig Jahren knapp 400 Folgen geschrieben hat. Seit 2012 veröffentlicht er – vor allem unter dem Pseudonym Vanessa Mansini – humorvolle Liebesromane. Mit "Nicht von dieser Welt" gewann er 2014 den Indie-Autoren-Award der Leipziger Buchmesse. Insgesamt hat er fast 200.000 Bücher und Hörbücher im Selfpublishing an die Leser*innen gebracht. Im Oktober 2019 erschien sein erster Thriller "Wir sehen Dich sterben" bei Heyne. Meisheit lebt mit seinen zwei Kindern in Berlin-Kreuzberg. 

     

    Inhalt:

    Tina weiß nicht wirklich, was sie will und wie sie die Rechnungen bezahlen soll. Da kommt das Jobangebot gerade richtig. Leicht verdientes Geld. Sie soll nur für ein paar Wochen in einer Wohnung in London ein unauffälliges Leben führen. Einzige Bedingung ist, dass sie während der gesamten Zeit keinen Kontakt zu ihrem jetzigen Leben hat. Also keine Anrufe, keine Mails, kein Social Media. Die junge Frau lässt sich darauf ein und anfangs erscheint auch alles ganz harmlos. Doch dann findet sie heraus, wofür sie eingesetzt wird. Plötzlich ist sie allein in einer fremden Stadt und wird von einem skrupellosen Feind gejagt, der seine Augen überall hat.

    Meinung:

    Dieser Thriller hat mir von Anfang an gut gefallen. Die Idee von "Watch" ist gar nicht so weit hergeholt und wäre für die Verbrechensbekämpfung sicher auch im realen Leben gut. Jedoch wird in dem Buch aufgezeigt, wie leicht so ein System missbraucht werden könnte. Aber genau das trägt natürlich sehr zur Spannung  bei.

    Tina ist eine tolle Protagonistin. Sie ist eine ganz normale junge Frau, die Probleme hat, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. So ist das Jobangebot genau richtig für sie. Sie ist auch keine Heldin oder besonders draufgängerisch, sondern wirklich eine normale Frau. Das gefiel mir richtig gut. Und es macht ihre Flucht besonders dramatisch und spannend.

    Der Ermittler Neal war ebenfalls ein guter Protagonist. Warum in solchen Büchern die Ermittler immer irgendwelche Probleme haben bzw diese mit Alkohol ertränken wollen, ist mir ein Rätsel. Kann man denn keine Bücher schreiben, ohne dass jemand (fast) suchtkrank ist? Dennoch fand ich den Mann sympathisch. Er hatte zwar sehr mit seinem Vorgesetzten und teilweise auch mit seinen Kollegen zu kämpfen, doch er ging seinem Verdacht trotzdem nach und ließ sich nicht beirren.

    Auch die Auflösung am Ende fand ich schlüssig und gut. Was die Taffas im Schilde führten war für mich lange nicht klar. Erst gegen Ende des Buches hatte ich einen Verdacht. Bis dahin gab es aber ein paar Wendungen, die mich doch überraschten.

    Der Schreibstil des Autors war flüssig und gut zu lesen. Mir war nie langweilig, sondern das Buch hat mich durchgehend sehr gut unterhalten.

    Fazit:

    Toller Thriller, der aufzeigt wie schnell ein System, das Gutes tun soll, missbraucht werden kann.

    ⭐⭐⭐⭐

    Montag, 3. Mai 2021

    Rezension: Die Nacht der Acht - Philip Le Roy

     


    Infos zu Buch und Autor lt Amazon:

    • Herausgeber : Carlsen; 1. Edition (29. April 2021)
    • Sprache : Deutsch
    • Broschiert : 288 Seiten
    • ISBN-10 : 3551584338
    • ISBN-13 : 978-3551584335
    • Lesealter : 14 Jahre und älter

    Mit seinem Titel »Pour Adultes Seulement«, hat sich Philip Le Roy 1997 in die Literaturszene gestürzt. 2005 erhielt sein Buch »Le Dernier Testament« den »Grand Prix de Littérature Policière« und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. In seinen Büchern schafft er stets herausragende Persönlichkeiten. Philip Le Roy lebt in Vence, zwischen dem Meer und den Bergen, wo er sich dem Schreiben und dem Kampfsport widmet. »Die Nacht der Acht« ist Le Roys erstes Jugendbuch.

     

    Inhalt:

    Quentin lädt seine Clique für Samstag Abend in sein neu renoviertes Haus in den Bergen ein. Seine Eltern sind verreist, daher sind die Jugendlichen unter sich und feiern eine Party. Das Motto dieser Party ist: wer sich erschreckt, muss trinken.

    So gut wie jeder der kreativen Jugendlichen lässt sich einen Streich einfallen. Und anfangs ist es noch recht lustig. Doch dann geschehen mysteriöse Vorfälle, die niemand erklären kann. Als dann auch noch einer nach dem anderen verschwindet, scheint keiner mehr dem Horror zu entkommen.

    Meinung:

    Philip Le Roy hat hier einen Jugend Horror-Thriller geschrieben, der sich sehen lassen kann. Horror ist ja nicht unbedingt mein Fachgebiet, aber dieses Buch hat mich total gereizt, da mich schon der Klappentext an das Spiel "Until Dawn" erinnert hat und das hat mir wahnsinnig gut gefallen.

    Die Story ist sehr flott und ohne lange Erklärungen geschrieben. Das lässt sich sehr gut lesen. Der einzige Minuspunkt daran: die Charaktere bleiben relativ flach. Zu jedem Protagonisten gibt es eine ganz kurze Vorstellung, während der Geschichte erfährt man noch ein paar Details, aber das war es auch schon. Leider sticht daher auch kein Charakter hervor oder ist besonders sympathisch.

    Allerdings stört das nicht wirklich. Denn ich habe mir einfach vorgestellt, dass ich selbst dabei bin und wie ich auf die Streiche und auf die mysteriösen Vorkommnisse reagieren würde. Als ziemlich großer Angsthase wäre ich wohl entweder starr vor Schreck oder würde schreiend davonlaufen *lach*

    Die Streiche der Jugendlichen sind sehr kreativ und gut umgesetzt. Es dauert auch immer ein bisschen bis man erkennt, was hier wirklich los ist. Bis die Aufklärung kommt, ist man meistens ziemlich geschockt.

    Das Ende des Buches ist schlüssig und passt sehr gut.

    Fazit:

    Mir hat das Buch sehr, sehr gut gefallen. Manchmal habe ich mich echt gewundert, dass es ein Jugendbuch ist, so gruselig war es.

    ⭐⭐⭐⭐⭐

    Freitag, 19. Februar 2021

    Rezension: The Backdoor Link - Roland Hebesberger

     


     Informationen zum Buch lt Amazon:

    • ASIN : B08P3H14TL
    • Herausgeber : Independently published (27. November 2020)
    • Sprache : Deutsch
    • Taschenbuch : 339 Seiten
    • ISBN-13 : 979-8571730709

     

    Inhalt:

    Sarah Beck, eine verurteilte Hackerin, arbeitet seit 15 Jahren unter genauer Beobachtung für die IT-Abteilung der Europol. Ihre wahre Identität konnte sie bis jetzt verbergen, doch nun bekommt sie eine Warnung, dass jemand sie sucht. Sie muss alles riskieren, damit ihr dunkles Geheimnis nicht gelüftet wird, denn sollte sie scheitern, könnte die gesamte Cyberwelt auf den Kopf gestellt werden.

    Meinung:

    Das ist das zweite Buch, das ich von diesem Autor gelesen habe und auch hier bin ich wieder absolut begeistert. Es handelt sich um einen rasanten und spannenden Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte.

    Roland Hebesberger schreibt einfach toll. Man kann seine Geschichten förmlich inhalieren, die Seiten blättern sich fast von selbst um. Die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten, es gibt einige - unerwartete - Wendungen und man muss einfach weiterlesen, weil man wissen möchte wie es weitergeht. Ich mag es, wie der Autor selbst technische Details so beschreiben kann, dass auch ein Laie sie verstehen kann.

    Ich habe nur einen winzigen Kritikpunkt: Bei manchen Szenen dachte ich mir, das hätte doch etwas genauer beschrieben werden können, hier hätte sich der Leser eigentlich winden müssen vor Mitgefühl oder Scham oder was auch immer. Ein paar Worte waren meiner Meinung manchmal zu wenig. Vielleicht hätte es aber auch zuviel Tempo aus der Geschichte rausgenommen, wenn man diese Szenen verlängert hätte?

    Fazit:

    Nichtsdestotrotz kann ich dieses Buch guten Gewissens weiter empfehlen.

    ⭐⭐⭐⭐

    Dienstag, 20. Oktober 2020

    Rezension: Die Farbe Deiner Lügen - Catalina Cudd

     Von Catalina Cudd wurde ich mit einem tollen Bloggerpaket zu ihrem neuen Roman überrascht. Es enthielt neben einem signierten Exemplar des Buches, einen Notizblock, einer Stiftedose inkl Kugelschreiber, Bleistifte und Spitzer, ein paar Karten und Leseproben auch diesen süßen kleinen Keilrahmen mit Aufsteller.



    Vielen Dank auch hier nochmal! Ich hab mich total über das Paket gefreut. Noch dazu kam es in der Zeit an, in der es mir nicht gut ging und konnte mich ein bisschen aufheitern.


    Doch nun zum Buch:

    Infos zu Buch und Autorin lt Amazon:

    • Taschenbuch : 708 Seiten
    • ISBN-10 : 3947113331
    • ISBN-13 : 978-3947113330
    • Größe und/oder Gewicht : 14.81 x 4.5 x 21.01 cm
    • Herausgeber : Kayenne (14. September 2020)
    • Sprache: : Deutsch
     
    Die Designerin und Autorin Catalina Cudd lebt mit ihrem Mann und einem sehr großen, sehr hungrigen Hund im Herzen Deutschlands, mitten im Rockermilieu. Ihre Studentenzeit verbrachte sie lieber als Backpackerin in exotischen Ländern statt im Hörsaal, arbeitete als Helferin bei archäologischen Ausgrabungen, Fahrradkurier, Kellnerin, Tierpräparatorin und Aktmodell. Ihr Diplom hat sie erstaunlicherweise dennoch geschafft.

    Catalina liebt gutes Essen, ist aber eine hoffnungslos miserable Köchin. Ihre freie Zeit verbringt sie bevorzugt mit einem schönen Buch oder einem schlechten Horrorfilm.

    Sie läuft leidenschaftlich gern Ultramarathon, ist gern monatelang auf ihrer heiß geliebten Harley als Nomadin unterwegs, schreibt bevorzugt mitten in der Nacht und besitzt bis heute keinen Fernseher.
     
     
    Inhalt:
     
    Pepe (Penelope) ist verzweifelt. Sie ist pleite, obdachlos, ihr Selbstwertgefühl ist zerstört und sie ist auf der Flucht vor einem Mann, der bis jetzt ihr Leben dominiert hat. Die einzige Lösung, die ihr einfällt, ist das verschollene Gemälde des Künstlers Drace wieder zu finden. Seine Bilder erzielen astronomische Preise, überhaupt seitdem er den Zusatz Killer-Künstler hat.
    6 Jahre zuvor soll er seine Ex-Geliebte brutal ermordet haben. Er selbst kann sich jedoch an nichts erinnern. Und seit er aus dem Gefängnis entlassen wurde, ist er wie vom Erdboden verschluckt. Niemand weiß, wo er sich aufhält.
    Doch Pepe hat eine Ahnung, wo sie Drace finden könnte und begibt sich so in die Höhle des Löwen ...
     
    Meinung:
     
    Die Farbe deiner Lügen ist ein großartiges Buch. Es mischt ernste Thematiken mit Romance- und Thrillerelementen und diese Mischung ist Catalina Cudd hervorragend gelungen.
     
    Ein wichtiges Thema ist zweifelsohne häusliche Gewalt und wie schwer es ist, aus so einer Beziehung auszubrechen. Doch Pepe ist eine sehr starke Frau. Natürlich kämpft auch sie mit den psychischen und auch körperlichen Nachwirkungen, aber sie lässt sich nicht unterkriegen. Auch wenn sie dazu manchmal zu (Not-)Lügen greifen muss.
     
    Sie kommt in den Erzhöfen unter, in denen sie auch Drace vermutet. Dort wohnen einige Künstler, die sonst nirgends unterkommen können. Die ganze Truppe ist absolut liebenswert. Jeder von ihnen einzigartig, mit diversen eigenen Problemen oder Ticks und trotzdem halten sie wie Pech und Schwefel zusammen. Hier kommt auch das Thema Freundschaft nicht zu kurz.
     
    Pepe mochte ich auch von Beginn an. Manchmal konnte ich mich vielleicht sogar zu sehr mit ihr identifizieren, was mir das Lesen stellenweise etwas erschwert hat. Aber bei so einem Thema war das zu vermuten und ich war darauf eingestellt.  
     
    Drace war am Anfang sehr grantig und eher menschenfeindlich eingestellt. Mit der Zeit hat man (bzw Pepe) ihn besser kennengelernt. Ein interessanter Charakter. Und die Frage, was in jener Nacht vor 6 Jahren passiert ist, lässt einem keine Ruhe. Mal ist man sich sicher, dass Drace den Mord begangen hat, dann wieder zweifelt man daran ... es bleibt bis zum Schluss spannend!
     
    Zwischen Pepe und Drace funkt es außerdem, was auch sehr schön beschrieben ist. Diese Liebesgeschichte nimmt aber keine Hauptrolle in der Geschichte ein, sondern fügt sich gut in die anderen Geschehnisse ein.
     
    Die Auflösung am Ende konnte mich auch überzeugen und hat die Geschichte abgerundet. 
     
    Fazit:
     
    Ein Buch mit einer sehr spannenden Geschichte inklusive ernste Thematiken sowie Romance- und Thrillerelemente. Das Buch konnte mich rundherum überzeuge und ich kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

    ⭐⭐⭐⭐⭐


    Mittwoch, 23. September 2020

    Rezension: Die App - Arno Strobel

     

     

     

     


     Infos zu Buch und Autor lt Amazon:

    • Broschiert : 368 Seiten
    • ISBN-10 : 3596703557
    • ISBN-13 : 978-3596703555
    • Größe und/oder Gewicht : 13.5 x 3.11 x 21.4 cm
    • Herausgeber : FISCHER Taschenbuch; 2. Auflage (23. September 2020)
    • Sprache: : Deutsch

    Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt. Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller. Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier. 

     

    Inhalt:

    Hendrik und Linda ziehen in ihr neues Heim. Sie sind total begeistert von ihrem Smart Home, in dem sie alles per App steuern können, immer und überall.
    Eines Nachts wird Hendrik zu einem Notfall gerufen und als er zurückkommt, ist Linda weg. Einfach verschwunden. Die Polizei ist ratlos, Hendrik am Verzweifeln. Hat sich jemand Zugang zum Haus verschafft? Aber dann hätte die App doch sofort Alarm ausgelöst, oder?
    Hendrik fühlt sich mehr und mehr beobachtet, denn nicht nur die App weiß, wo er wohnt ...

     

    Meinung:

    Arno Strobel hat mit diesem Buch einen rasanten und spannenden Thriller geschaffen, den ich nicht aus der Hand legen konnte. Innerhalb kürzester Zeit habe ich das Buch gelesen. 

    Es ist ein Thriller, der nachdenklich macht. Muss man wirklich einer App mehr oder weniger sein ganzes Leben anvertrauen? Wobei das bei Smart Homes ja auf die Spitze getrieben wird. Etwas, das für mich nicht in Frage kommen würde. Aber auch sonst machen wir uns mehr und mehr von Apps abhängig.  

    Doch zurück zum Buch. Hendrik ist ein interessanter Protagonist, auch wenn ich ihn manchmal zu vertrauensselig gefunden habe. Andererseits verstehe ich ihn auch irgendwie. Er ist in einer Ausnahmesituation, braucht jemanden zum Reden und ist froh, wenn ihm jemand helfen will. Denn die Polizei ist zumindest anfangs nicht wirklich hilfreich.

    Die meiste Zeit folgen wir Hendrik, dadurch kennen wir seine Gefühle und seine Gedanken und können uns besser in ihn hineinversetzen. Manchmal gibt es aber auch Einblicke in die Sicht der Opfer, die Gänsehaut verursachen. Die Hoffnung, das Ganze rechtzeitig aufzuklären, wird dadurch nur umso größer.

    Die Spannung wird das ganze Buch aufrecht erhalten, man kommt kaum zum Luft holen. Immer wieder überraschen Wendungen und halten einen in Atem. Man weiß nie, wem man wirklich vertrauen kann, ob diese Leute es wirklich gut mit Hendrik meinen oder ob sie ihm etwas vormachen. Und was ist mit der App? Kann man der vertrauen?

    Fazit:

    Ein rasanter und spannender Thriller mit interessanter und aktueller Thematik.

    ⭐⭐⭐⭐⭐

    Donnerstag, 17. September 2020

    Rezension: Rote Tränen - Mike Landin

     


     Infos zu Buch und Autor lt Amazon:

    • Taschenbuch : 342 Seiten
    • ISBN-10 : 3751934960
    • ISBN-13 : 978-3751934961
    • Größe und/oder Gewicht : 12 x 2.3 x 19 cm
    • Herausgeber : BoD – Books on Demand; 1. Auflage (22. Juni 2020)
    • Sprache: : Deutsch
    • Homepage: www.mike-landin.de

    Der Autor wurde 1968 in Berlin geboren. Er wuchs im Spreewald auf, studierte Bauingenieurwesen in Cottbus und lebt heute in der Nähe von Magdeburg


     

     Inhalt:

    Jacob und seine Familie zieht um auf einen verlassenen Hof in den Berchtesgadener Alpen. Er selbst ist davon eher weniger begeistert, muss er nun seinen Abschluss auf einer fremden Schule machen und seine Freunde verlassen. Deshalb ist er fest entschlossen, nach diesem letzten Schuljahr wieder zurückzukehren nach Hause.
    Das einzige, was seine Laune vielleicht ein bisschen hebt, ist Hannah, die gleichaltrige Tochter des Nachbarn.
    Doch dann verschwindet ein Mädchen - das sechste innerhalb der letzten 20 Jahre. Diese Fälle wurden nie aufgeklärt. Jacobs Eltern verhalten sich plötzlich komisch, vor allem wenn die Rede auf die Mädchen kommt. Also fängt Jacob an, nachzuforschen und muss feststellen, dass es nicht nur eine Verbindung zwischen diesen ungelösten Fällen und seinen Eltern gibt, sondern dass auch Hannahs Familie in deren Vergangenheit eine Rolle gespielt hat.

    Meinung:

    Dieses Buch ist besonders, es ist anders als andere Krimis oder Thriller. Das liegt vor allem an unserem 18 jährigen Hauptprotagonisten Jacob, der auch der Erzähler der Geschichte ist. Aber auch an dem - für einen Spannungsroman - außergewöhnlichen Schreibstil des Autors. Diesen fand ich richtig schön, allerdings würde er besser passen, wenn der Erzähler nicht erst 18 Jahre alt wäre. So habe ich mir immer wieder gedacht, dass sich ein 18 jähriger nie so ausdrücken würde.

    Dies ist aber die einzige Kritik (auf hohem Niveau) , die ich zu diesem Buch äußern kann und möchte. Mehr könnte ich beim besten Willen nicht finden. 

    Das Buch ist durchgehend spannend. Aber auch zwischenmenschliche Beziehungen kommen nicht zu kurz. Hier haben wir erstmal das liebevolle Verhältnis von Jacob zu seiner Schwester. Zu seinen Eltern ist das Verhältnis nicht ganz so gut, vor allem nachdem sie sehr komisch auf das Verschwinden der Mädchen reagieren. Und Hannah dürfen wir natürlich auch nicht vergessen.

    Jacob fand ich richtig toll. Ich mochte ihn von Anfang an und mit jeder Seite mehr. Er fängt eigentlich aus Neugier an, in den Vermisstenfällen zu ermitteln. Doch schnell geht es um seine Familie und noch viel mehr. Ich habe mit ihm mitgerätselt und mitgefiebert. Und kurz vor der Auflösung habe ich erraten, wer der Täter war. Was mich in diesem Fall aber nicht gestört hat.

    Falls jemand Angst haben sollte, dass die Liebesgeschichte zwischen Jacob und Hannah zu viel Platz einnimmt, den kann ich beruhigen. Das ist eine kleine Nebengeschichte. Sehr schön erzählt, ja, aber auch sehr gut eingebettet in die ganze Geschichte, in der die Ermittlungen mehr Gewicht haben.

    Fazit:

    Ein besonderes Buch mit schönem Schreibstil, dazu noch spannend und einfühlsam. Absolute Leseempfehlung!

    ⭐⭐⭐⭐⭐

    Dienstag, 1. September 2020

    Rezension: Raum der Angst: Ein Escape-Room-Thriller - Marc Meller

     


     Infos zum Buch lt Amazon:

    • Taschenbuch : 384 Seiten
    • ISBN-10 : 3548063802
    • ISBN-13 : 978-3548063805
    • Größe und/oder Gewicht : 12.1 x 2.35 x 18.7 cm
    • Herausgeber : Ullstein Taschenbuch; 1. Auflage (31. August 2020)
    • Sprache: : Deutsch

     

    Inhalt:

    Er nennt sich Janus. Janus nach dem Gott der Ein- und Ausgänge. Und er will ein Spiel spielen. Ein Spiel voller Rätsel und verschiedener Räume.
    Sieben Probanden fahren voller Freude zu einem Experiment in einem Escape Room. Doch die Freude vergeht rasch als klar wird, dass sie entführt wurden und sie sich nicht im Escape Room des Experiments befinden. Zum Glück haben sie Mitstreiter. Glück? Bald wird klar, dass es in diesem Spiel nur einen Sieger geben kann.

    Meinung:

    Dieser Thriller ist schnell, spannend, packend. Nehmt euch Zeit, wenn ihr ihn lesen wollt, denn das Buch aus der Hand zu legen, wird euch schwer fallen.

    Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Erstens aus der Sicht der sieben Probanden. Zweitens aus der Sicht einer jungen Frau, die mit den sieben Probanden nichts zu tun hat, aber trotzdem irgendwie in diesem Spiel landet. Drittens begleiten wir die Ermittlungen zu diesem außergewöhnlichen Fall. Durch diese verschiedenen Sichtweisen bekommt man mehr Einblick in die Geschichte. Normalerweise mag ich es nicht, wenn es zu viele Sichtweisen gibt. Aber hier war es eine Bereicherung für die Story, wie ich finde.

    Die Rätsel in den Escape Räumen sind meistens anspruchsvoll und man hat keine Ahnung, wie die Lösung aussieht. Und man hat auch keine Ahnung, was in diesen Räumen alles passieren kann. Gemeinsam mit dem Schauplatz - einem alten Schloss bzw Burg - sorgt dies alles für eine spannende und packende Atmosphäre.

    Auch wenn ich schon relativ bald eine Ahnung hatte, wer hinter diesem "Spiel" steckt, wusste ich natürlich nicht, wie das alles bewerkstelligt wurde und was alles passieren würde. Deshalb machte es mir nichts aus, als ich draufgekommen bin, dass ich mit meinem Verdacht richtig lag.

    Fazit:

    Ein schneller und spannender Thriller, der zu Albträumen über Escape Rooms führen könnte ;)

    ⭐⭐⭐⭐⭐

    Freitag, 17. Juli 2020

    Rezension: Red Bird - Ava Canary - Roland Hebesberger


    Infos zum Buch lt Amazon:
    • Taschenbuch: 320 Seiten
    • Verlag: myMorawa von Dataform Media GmbH; Auflage: 1 (24. Juni 2020)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3991104148
    Inhalt:

    Ava Canary möchte ihrem verstorbenen Onkel nacheifern und CIA-Agentin werden. Allerdings geht ihr erster Außeneinsatz ziemlich schief und plötzlich findet sie sich in einer gefährlichen Welt aus Lügen, gefährlichen Technologien und Doppelagenten. Wem kann sie vertrauen? Und was ist Lockdown? Ava muss alles riskieren, nicht nur um ihr Leben zu retten, sondern das Schicksal der gesamten Menschheit.

    Meinung:

    Es handelt sich um einen spannenden und fesselnden Thriller mit Wendungen bis zum Schluss. Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Das Buch lässt sich deshalb schnell weglesen. Man kann es auch kaum aus der Hand legen, weil man wissen möchte, wie es weitergeht.

    Die Hauptprotagonistin ist sehr sympathisch und mir schnell ans Herz gewachsen. Sie wurde sehr gut beschrieben und in Rückblenden erfährt man immer wieder etwas über ihren Onkel oder ihre Ausbildung. Das hat mir sehr gefallen, denn es zeigte, warum sie sich so entwickelt hat bzw warum sie so reagierte oder warum sie dieses oder jenes konnte.

    Auch die Nebencharaktere wurden zum Großteil gut beschrieben. Bei manchen wären ein paar mehr Informationen nett gewesen, sind aber für die Story wohl nicht wirklich wichtig.

    Die Story war gut durchdacht und gut geschrieben. Auch wenn immer wieder über Technologien o.ä. gesprochen wurde, war es kein Problem, da diese gut erklärt wurden und somit sogar ich verstanden habe, worum es geht.

    Fazit:

    Ein toller Thriller, der sich gut und schnell lesen lässt.

    ⭐⭐⭐⭐

    Samstag, 27. Juni 2020

    Rezension: Maskentanz im Fadenkreuz - Anke Becker

    Infos zu Buch und Autorin lt Amazon:
    • Taschenbuch: 544 Seiten
    • Verlag: Independently published (9. Mai 2020)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-13: 979-8636041290
    • ASIN: B088BD9N12
    Anke Becker ist im September 1981 in Warnemünde an der Ostsee geboren und dort aufgewachsen. Nach Ihrer Ausbildung zur Mediengestalterin schloss sie das Studium zur Diplom Wirtschaftsingenieurin (FH) ab.

    Eine langjährige Odyssee führte sie quer durch Deutschland und in verschiedenste Jobs in unzähligen Branchen. Das Schreiben hat sie dabei immer begleitet. Seit 2015 hat sie die Belletristik für sich entdeckt und schreibt als Hobby neben dem täglichen Leben. Sie hat sich auf kein Genre festgelegt.

    Inhalt:

    Frieda ist zynisch, mutig und einsam. Seit ihre Eltern ihr die Verantwortung übertragen haben, leitet sie einen großen Konzern. Ausgestattet mit Superkräften, gibt sie in ihrer Freizeit die maskierte Rächerin, die Verbrecher jagt.
    Nic ist hochintelligent, liebevoll und ehrlich. Er entwickelt einen Algorithmus, mit dem man Verbrechen vorhersagen kann. Er lernt Frieda kennen, während er noch mit Melissa zusammenlebt. Frieda hat ein Faible für gut riechende Männer und möchte Nic näher kennenlernen.
    Doch die beiden leben in zwei verschiedenen Welten. Außerdem sorgt das von Nic entwickelte Programm für Probleme, denn die Dynastien wollen es natürlich verhindern.

    Meinung:

    Achtung Triggerwarnung: Im Rahmen eines Thrillers beinhaltet die Geschichte die Darstellung von Gewalt, auch sexualisierte Gewalt gegen Männer.

    Bei dieser Rezension weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Das Buch hat mich beeindruckt, mich geschockt, ich habe es geliebt, ich habe es gehasst. Auf jeden Fall hat es mich nicht losgelassen, was natürlich auch am fesselnden Schreibstil von Anke Becker lag.

    Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht von Nic und von Frieda, jeweils in der Ich-Form, erzählt. Mir gefällt diese Sichtweise immer sehr gut, denn man lernt die Protagonisten, deren Gefühle und deren Antrieb näher kennen. Das hat die Autorin hier auch besonders gut hinbekommen. Ich konnte mich wunderbar in beide Charaktere hineindenken, konnte beide Sichtweisen verstehen und konnte mit beiden mitleiden bzw mich mit ihnen freuen.

    Die beiden Protagonisten haben mich beeindruckt. Sie sind total verschieden und passen doch so gut zusammen. Frieda und Nic ergänzen sich, auch wenn sie nicht zusammen sind. Es war einfach schön, sie auf ihrem Weg zu begleiten.

    In diesem Buch wird auch ein Tabuthema angesprochen: sexuelle Gewalt gegenüber Männern. Noch nie habe ich in einem Buch darüber gelesen. Hier wurde es teilweise so anschaulich dargestellt, dass ich das Ende der Szene kaum erwarten konnte. Aber das ist mit ein Punkt, warum ich dieses Buch so toll finde. Gewalt gegenüber Frauen kommt in so vielen Büchern vor, warum wird Gewalt gegenüber Männern totgeschwiegen?

    Das Buch ist eine Mischung aus Thriller und Liebesgeschichte. Es ist an vielen Stellen wahnsinnig spannend und an manchen doch so schön! Eine tolle Mischung, die richtig Spaß macht, zu lesen. Wobei Spaß vielleicht das falsche Wort ist, wenn Tod, Leid, Lügen, Trauer und Schmerz vorkommen. Doch dies wird aufgewogen durch die schönen Momente, in denen man Liebe und Freundschaft spüren kann.

    Fazit:

    Unbedingte Leseempfehlung! Ein Buch, das den Leser mitreißt und nicht mehr loslässt!

    ⭐⭐⭐⭐⭐

    Dienstag, 26. Mai 2020

    Rezension: Verity - Colleen Hoover


    Infos zum Buch lt Amazon:
    • Broschiert: 368 Seiten
    • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (13. März 2020)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3423230126
    Inhalt:

    Lowen ist eine junge Autorin, die sich mehr schlecht als recht über Wasser hält. Als sie das Angebot bekommt, die Psychothriller-Reihe der bekannten Autorin Verity Crawford zu Ende zu schreiben, kann sie dieses nicht ablehnen. Verity kann dies selbst nicht tun, da sie seit einem Unfall nicht ansprechbar und ein Pflegefall ist.
    Doch nicht nur das Geld und die Herausforderung reizen Lowen, sondern auch Jeremy, Veritys Ehemann. Während ihrer Recherchen kommt sie im Haus der Crawfords unter und entdeckt dort das Tagebuch von Verity. In diesem kommen schreckliche Dinge zutage.

    Meinung:

    Schon voriges Jahr habe ich bei englischen Youtubern sehr viel über dieses Buch gehört und auch im deutschsprachigen Raum schlägt dieses Buch Wellen. Deshalb ist es auch sehr schnell auf meiner Leseliste gelandet.

    Von Colleen Hoover habe ich bisher nur zwei Bücher gelesen, die mir aber auch wirklich gut gefallen haben. Dass es sich hier nicht um ein typisches Buch für Colleen Hoover handelt, wusste ich aber schon lange. Auch deshalb war ich sehr neugierig darauf.

    Und was soll ich sagen? Das Buch hat mich umgehauen. Es war genauso tiefgehend, wie man es von der Autorin gewohnt ist. Auch eine kleine Liebesgeschichte durfte natürlich nicht fehlen. Doch was mich wirklich überrascht hat, waren die Thrillerelemente, die Spannung, die unerwarteten Wendungen.

    Es passieren im Haus der Crawfords immer mehr mysteriöse Dinge. Man kann sich nie sicher sein, was da wirklich passiert bzw ob es wirklich passiert oder ob Lowen den Verstand verliert. Zusätzlich gibt es noch diese Geschichte in der Geschichte: das Tagebuch, das wirklich schlimme Dinge aufdeckt. Die Spannung steigt immer mehr, sodass man das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen will. Ich selbst habe das Buch an nur einem Tag ausgelesen.

    Fazit:

    Colleen Hoover hat mich überrascht, im positivsten Sinne. Sie hat ein Buch geschrieben, das ihre Handschrift trägt und trotzdem ganz anders ist.

    ⭐⭐⭐⭐⭐

    Samstag, 23. Mai 2020

    Rezension: Ich sehe was, was du nicht siehst - Mel Vallis de Vries


    Infos zu Buch und Autorin lt Amazon:
    • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
    • Verlag: ONE; Auflage: 1. Aufl. 2020 (30. April 2020)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3846600970
    • ISBN-13: 978-3846600979
    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
    Mel Wallis de Vries, geboren 1973, ist in den Niederlanden DIE Autorin für Psychothriller im Jugendbuch. Ihre Titel finden sich regelmäßig auf den Bestsellerlisten wieder und werden von Jugendlichen wie Erwachsenen gerne gelesen, wie die verschiedenen Preise beweisen, mit denen die Bücher der Autorin ausgezeichnet wurden. © Mel Wallis de Vries

    Inhalt:

    Emma gilt als vermisst. Am letzten Weihnachtsschulfest haben ihre Freundinnen sie das letzte Mal gesehen. Obwohl sie das Mädchen furchtbar vermissen, beschließen sie schweren Herzens, trotzdem auf den gemeinsam geplanten Sommerurlaub zu fahren. Dort haben sie aber immer wieder das Gefühl, beobachtet zu werden. Dann taucht auch noch das T-Shirt, das Emma am Tag ihres Verschwindens getragen hat, in einer ihrer Taschen auf. Damit steht für sie fest, dass Emmas Mörder es auch auf sie abgesehen hat ...

    Meinung:

    Das ist mein erstes Buch dieser Autorin und wird bestimmt nicht mein letztes gewesen sein. Ich habe sehr gut in die Geschichte hineingefunden, auch wenn mir die Freundinnen nicht alle sympathisch waren. Teilweise ist mir das Gezicke so manchen Mädchens sogar ziemlich auf die Nerven gegangen.

    Es ist eigentlich eine Geschichte über Freundschaft bzw das Zerbrechen einer jahrelangen Freundschaft. Wobei Zerbrechen vielleicht ein zu scharfes Wort ist, Auseinanderleben trifft es wohl eher. Und somit wird etwas beschrieben, was oft vorkommt. Eine enge Freundschaft, die langsam immer weniger wird je älter die Mädchen werden, je mehr verschiedene Dinge sie erleben.

    Und doch hält Emma die Mädchen irgendwie zusammen. Emma, die vor einem halben Jahr verschwunden ist und von der angenommen wird, dass sie ermordet wurde.

    Wenn die Geschichte auch nicht immer hochspannend war, so war sie doch gut zu lesen und hat mich bei der Stange gehalten. Wobei ich mich schon manchmal gefragt habe, warum die Mädchen überhaupt gemeinsam auf Urlaub gefahren sind? Aber gerade die Dynamik der Gruppe hat auch einen gewissen Reiz des Buches ausgemacht.

    Auch das Ende hat mir sehr gut gefallen, es war ziemlich unerwartet und hat mich überrascht.

    Fazit:

    Ein toller Jugendthriller, der teilweise auch durch die Gruppendynamik angetrieben wird.

    ⭐⭐⭐⭐⭐

    Samstag, 18. April 2020

    Rezension: Tot bist du perfekt - J.P. Delaney






    Infos zu Buch und Autor lt Amazon:

    • Broschiert: 448 Seiten
    • Verlag: Penguin Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (9. März 2020)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3328104593
    JP Delaney wurde mit seinem ersten Thriller »The Girl Before« weltweit zum Star: Der Roman erschien in 45 Ländern und stand an der Spitze der internationalen Bestsellerlisten. Seitdem setzt JP Delaney mit seinen genialen Ideen und rasanten Romanen neue Standards im Thriller-Genre. Sein neuester Roman »Tot bist du perfekt« erzählt die erschreckend reale Geschichte dessen, was passieren kann, wenn künstliche Intelligenz Einzug in unser Leben hält. 

    Inhalt:

    Abbie wacht auf und etwas stimmt nicht. Sie liegt im Krankenhaus. Ihr Mann hat Tränen in den Augen, so freut er sich, dass seine geliebte, perfekte Frau am Leben ist. Sie denkt, dass sie einen schweren Unfall hatte und sich deshalb an nichts erinnern kann. Doch Tim, ihr Mann, erklärt ihr, dass er jahrelang daran gearbeitet hat, um sie wiederzubekommen.
    Abbie kehrt nach Hause zurück und so nach und nach kommen auch viele Erinnerungen wieder. Sie ahnt Gefahr, doch weiß nicht aus welcher Richtung sie kommt. Sie weiß nur, sie muss wachsam sein. Irgendwo in diesem Haus mitten unter ihren Liebsten liegt der Grund, warum sie schon einmal sterben musste ...

    Meinung:

    Dieses Buch ging in eine ganz andere Richtung als ich erwartet habe. Aber das machte gar nichts, denn es hat mich trotzdem sehr gut unterhalten und es hat mir sehr gut gefallen. Schon das erste Buch des Autors "The Girl Before" gefiel mir sehr gut und auch Tot bist du perfekt hat mich nicht enttäuscht.

    Schon aus dem Klappentext geht hervor, dass irgendetwas vor Jahren passiert sein muss. Nachdem ich den kurzen Text gelesen habe, hatte ich einige Fragen: wie gelang es Tim, Abbie wieder zum Leben zu erwecken? Und natürlich: was ist damals passiert? Die erste Frage wird gleich auf den ersten Seiten beantwortet. Bei der zweiten Frage wird man jedoch auf die Folter gespannt, denn auch Abbie erfährt sehr lange nicht, was damals passiert ist, was natürlich sehr zur Spannung beiträgt.

    Die Geschichte ist aus einer ungewöhnlichen Perspektive geschrieben. Der Leser wird hier mit Du angesprochen. Bisher weiß ich nur von einem Buch, das diesen Stil anwendet: You, welches ich allerdings noch nicht gelesen habe. Auch das hat mich schon beim originalen Klappentext sehr angesprochen und ich fand es auch im Verlauf der Geschichte richtig gut.

    Auch gelingt es dem Autor ein gutes Bild der Protagonisten zu zeichnen. Es gibt hier kein schwarz und weiß, es gibt kein perfekt, auch wenn das vielleicht gefragt wäre. Dadurch erreicht die Story auch eine gewisse Tiefe. Dazu werden viele verschiedene und wichtige Themen angesprochen wie zb Ethik, Autismus, künstliche Intelligenz usw.

    Eines muss aber klar sein: es handelt sich hier zwar um einen Thriller, aber man darf sich keine Story erwarten, die einen ständig umreißt, wo es ständig Action und Tote gibt. Es ist eher ein ruhiger Thriller, in dem es trotzdem immer wieder unerwartete Wendungen gibt.

    Fazit:

    Ein Thriller, den man so schnell nicht aus der Hand legen will.

    ⭐⭐⭐⭐⭐

    Mittwoch, 1. April 2020

    Rezension: The Doll Factory - Elizabeth Macneal

    Infos zum Buch lt Amazon:
    • Format: Kindle Ausgabe
    • Dateigröße: 2812 KB
    • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 417 Seiten
    • Verlag: Eichborn; Auflage: 1. Aufl. 2020 (27. März 2020)
    • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
    • Sprache: Deutsch
    • ASIN: B07ZQNB2N4
    Inhalt:

    London, 1850: Iris arbeitet gemeinsam mit ihrer Schwester in einer Puppenmanufaktur. Die Bedingungen sind schwer und kaum auszuhalten, trotzdem macht sie weiter. In ihrer spärlichen Freizeit malt sie heimlich Bilder und träumt von einem Leben als Künstlerin. Als ihr der Maler Louis Frost anbietet, für ihn Modell zu stehen, ändert sich ihr Leben von Grund auf. Sie findet künstlerische Entfaltung und Liebe. Doch sie ahnt nicht, dass sie einen heimlichen Verehrer hat. Einen Verehrer, der seine ganz eigenen Pläne verfolgt ...

    Meinung:

    Zu allererst hat mich das Cover fasziniert. Die Gestaltung und die Farben sind einfach großartig und wunderschön. Wenn man das Buch gelesen hat, versteht man auch die Bedeutung der dargestellten Bilder.

    Meiner Meinung nach kann man das Buch keinem Genre zuordnen. Denn es ist eine Mischung aus historischem Roman, Liebe und Thriller. Diese Mischung macht auch dieses Buch aus und führt dazu, dass man es am liebsten nicht mehr aus der Hand legen möchte.

    Am Anfang der Geschichte lernen wir alle Protagonisten kennen. Jeder hat seine ganz eigenen Vorzüge und Macken. Iris ist eine starke und mutige junge Frau, die trotz allen Widerspruchs ihrem Weg folgt und nie aufgibt. Auch die Beziehung zu ihrer Schwester Rose ist sehr gut dargestellt, die ziemlich kompliziert ist. Dann gibt es noch Albie, ein Junge, der mit seiner Schwester in einem Bordell lebt. Er verrichtet diverse Botendienste, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Schließlich ist da noch Silas. Am Anfang denkt man noch, dass er harmlos ist, vielleicht ein kleiner Spinner. Doch nach und nach erfährt man mehr über ihn ...

    Die Autorin hat es geschafft, das viktorianische London so zu beschreiben, dass man es vor seinen Augen sehen kann. Sie hat die schönen Seiten erzählt, aber auch die düsteren und häßlichen nicht ausgelassen. Teilweise war selbst mir die Geschichte fast zu düster! Dennoch hat mir das Buch sehr gut gefallen. Das Ende fand ich leider etwas zu plötzlich, da hätte ich mir ein Kapitel mehr oder zumindest etwas mehr Informationen gewünscht.

    Fazit:

    Wunderschönes Cover. Tolle, teils sehr düstere Geschichte im viktorianischen London.

    ⭐⭐⭐⭐


    Samstag, 1. Februar 2020

    Rezension: Keep you close - Karen Cleveland






    Infos zu Buch und Autorin lt Amazon:

    • Taschenbuch: 352 Seiten
    • Verlag: Bantam Press (27. Juni 2019)
    • Sprache: Englisch
    • ISBN-10: 1787630617
    Karen Cleveland war acht Jahre als Analystin für die CIA tätig, davon sechs Jahre in der Abteilung Russland. Sie studierte International Peace Studies am Trinity College Dublin sowie Politikwissenschaften an der Harvard University. Mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern lebt sie in Virginia. „Wahrheit gegen Wahrheit“ ist Karen Clevelands Debüt. Das Buch erscheint in 24 Ländern und wird von Universal Pictures mit Charlize Theron in der Hauptrolle verfilmt. 

    Inhalt:

    Steph ist alleinerziehende Mutter. Ihr Sohn ist das Wichtigste in ihrem Leben - zusammen mit ihrer Arbeit beim FBI. Eines Tages macht sie eine Aussage ihres Sohnes stutzig und sie geht in sein Zimmer und schaut sich ein bisschen um. Dabei findet sie etwas, das sie schockt und komplett aus der Bahn wirft.
    Steph muss feststellen, dass ihr Sohn gefährlich sein könnte.

    Meinung:

    Kurze Info: Ich habe das Buch auf Englisch gelesen.
    Der Klappentext hat mich angesprochen. Eine Mutter, die etwas über ihren Sohn herausfindet, bzw etwas bei ihm findet, was den Eindruck vermittelt, dass er gefährlich sein könnte. Wie geht man damit als Mutter um? Wie konfrontiert man sein Kind mit so einem Verdacht?

    Der Charakter von Steph hat mich fasziniert. Sie ist nicht so eine "Überdrüber-Mutter", die 60 Stunden in der Woche arbeiten geht, den Haushalt perfekt schmeißt und dabei noch immer für ihren Sohn da ist. Nein, sie ist eine hart arbeitende Mutter, die ihren Sohn über alles liebt, aber trotzdem ihr Leben lebt. Sie verzichtet nicht auf die Karrierechance, auf die sie so lange gewartet hat, zugunsten ihres Kindes. Ihr ist aber schmerzlich bewusst, wieviel sie von seiner Kindheit verpasst hat.

    Es ist ein rasant geschriebener Thriller, ein richtiger Pageturner. Jedesmal wenn man glaubt, man hat herausgefunden, was los ist, kommt eine neue Wendung ins Spiel. Es ist ein Albtraum für Steph und natürlich auch für ihren Sohn.

    Das Buch ist umso spannender, weil man richtig mitleidet und sich ständig fragt, was man selbst an ihrer Stelle machen würde. Manchmal steht Steph vor richtig schweren Entscheidungen, die nicht nur ihr eigenes Leben auf den Kopf stellen würden.

    Fazit:
    Spannender Thriller, ein Pageturner.

    ⭐⭐⭐⭐⭐

    Donnerstag, 30. Januar 2020

    Rezension: Unschuldig - Amy Lloyd





    Infos zum Buch lt Amazon:

    • Taschenbuch: 384 Seiten
    • Verlag: btb Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (13. Januar 2020)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3442717329
    Inhalt:

    Dennis ist ein verurteilter Mörder. Doch es gibt hunderte Menschen, die nicht daran glauben und dafür kämpfen, dass er frei kommt. Eine davon ist Sam. Es gibt Onlineforen, Dokumentationen, Bücher über Dennis´ Fall und immer wieder kommen neue Beweise ans Tageslicht, die für seine Unschuld sprechen.
    Sam besucht Dennis im Gefängnis, reist dafür extra in die USA. Die beiden nähern sich einander an, verlieben sich und heiraten. Kurz darauf kommt Dennis frei und das Leben mit ihm ist so ganz anders als Sam es sich vorgestellt hat. Sie wird sich immer mehr bewusst, dass sie diesen Menschen gar nicht kennt. Hat er sie manipuliert? Was ist damals wirklich passiert?

    Meinung:

    Nach diesem Klappentext habe ich mir einen hochspannenden Thriller erhofft. Doch leider wurde ich enttäuscht. Die Handlung plätschert die ganze Zeit vor sich hin und wird nie richtig spannend.

    Die beiden Hauptprotagonisten Sam und Dennis wurden mir nie richtig sympathisch. Zumindest bei Sam wäre es schön gewesen, wenn ich mit ihr mitgefühlt hätte. Aber ich musste so oft über ihre Naivität und Hysterie den Kopf schütteln, dass ich nie auch nur irgendwie mich mit ihr identifizieren hätte können.

    Außderdem verrät leider der Klappentext schon viel zu viel vom Inhalt (ich habe oben die Inhaltsangabe in meinen Worten geschrieben, halte mich aber an das, was im Klappentext stand). Wir wissen schon bevor wir zu lesen anfangen, dass Dennis freikommt. Aber um erst einmal so weit zu kommen, muss man ca 120 Seiten lesen, was ungefähr einem Drittel des Buches entspricht.

    Ich wusste auch von Anfang an, wie das Buch wohl ausgehen wird - das kann man ja auch vom Klappentext irgendwie rauslesen, oder? Deshalb war die "große" Auflösung am Ende keine wirkliche Überraschung.

    Fazit:

    Leider konnte mich dieser "Thriller" absolut nicht überzeugen und ist wohl eines der wenigen Bücher, die ich nur mit 2 Sternen bewerten kann.

    ⭐⭐

    Samstag, 4. Januar 2020

    Rezension: Das Paket - Sebastian Fitzek






    Infos zu Buch und Autor lt Amazon:

    • Taschenbuch: 368 Seiten
    • Verlag: Knaur TB; Auflage: 12. (21. Februar 2018)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3426510189
    Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt "Die Therapie" (2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Seine Bücher wurden bereits 10 Millionen Mal verkauft, in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen.
    Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin. 

    Inhalt:

    Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in ihrem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, geht sie nicht mehr aus dem Haus. Sie war das dritte Opfer des Friseurs. So wird der Psychopath genannt, der seinen Opfern die Haare vom Kopf schert und sie dann umbringt. Emma war die einzige, die überlebt hat und lebt nun in ständiger Angst, dass der Friseur seine Tat vollenden und sie umbringen will. In ihrer Paranoia sieht sie in jedem Mann den Täter, obwohl sie diesen gar nicht gesehen hat.
    Eines Tages übergibt ihr der Postbote ein Paket für einen ihrer Nachbarn. Einen Nachbarn, dessen Namen sie noch nie gehört hat, obwohl sie schon so lang in ihrer Straße wohnt ....

    Meinung:

    Das war mein erstes Buch von Sebastian Fitzek und ich war begeistert. Die Geschichte hat mich wahnsinnig gefesselt, sie war spannend vom Anfang bis zum Ende. Teilweise fand ich sie sogar richtig beklemmend.

    Die Hauptprotagonistin wurde toll beschrieben und der Charakter richtig gut herausgearbeitet. Eine junge erfolgreiche Frau, eine Psychiaterin, die durch ein traumatisches Erlebnis plötzlich nur noch ein Wrack war. Sie konnte das Haus nicht mehr verlassen, hatte Panikattacken, Paranoia usw. Natürlich konnte sie ihre eigenen Symptome auch erkennen und analysieren, ändern konnte sie daran leider nichts - sich selbst therapieren ist schwierig.

    Aber nichts, was ich schreiben könnte, könnte diesem Buch gerecht werden. Es war eines meiner Highlights 2019. Einfach genial, wie der Autor den Leser hier packt und in die Gefühlswelt von Emma stößt. Ich habe mit Emma richtig mitgefiebert und gelitten. Natürlich habe ich auch ständig mitgeraten, wer denn nun der Friseur war. Doch es gab immer wieder unerwartete Wendungen, die meine Überlegungen wieder zunichte machten.

    Durch bestimmte Andeutungen schürte der Autor auch noch die Neugierde und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, da ich unbedingt wissen wollte, was vorgefallen war und wer nun der Täter war. Kurz musste ich allerdings doch zu lesen aufhören, da das Gefühl der Beklemmung zu stark wurde, es war zu intensiv und ich brauchte eine Pause - aber lang habe ich es nicht ausgehalten, nach ein paar Minuten hatte ich das Buch schon wieder in der Hand.

    Fazit:

    Ein genialer Psychothriller, spannend, beklemmend, intensiv. Definitiv eine Leseempfehlung!

    ⭐⭐⭐⭐⭐

    Samstag, 21. Dezember 2019

    Rezension: Die Stimme des Zorns - Ethan Cross







    Infos zu Buch und Autor lt Amazon:

    • Taschenbuch: 400 Seiten
    • Verlag: Lübbe; Auflage: 1. Aufl. 2019 (20. Dezember 2019)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3404179099
    Ethan Cross ist das Pseudonym eines amerikanischen Thriller-Autors, der mit seiner Frau, drei Kindern und zwei Shih Tzus in Illinois lebt. Nach einer Zeit als Musiker nahm Ethan Cross sich vor, die Welt fiktiver Serienkiller um ein besonderes Exemplar zu bereichern. Francis Ackerman junior bringt seitdem zahlreiche Leser um ihren Schlaf und geistert durch ihre Alpträume. Mittlerweile ist Ethan Cross nicht nur internationaler Bestsellerautor, sein blutrünstiger Serienkiller Ackerman junior hat auch Gesellschaft bekommen: 2017 veröffentlichte Ethan Cross Spectrum, den ersten Thriller um den autistischen FBI-Berater August Burke. Auch dieses Buch wurde zum Bestseller und begeistert Leser weltweit. Neben der Schriftstellerei verbringt Ethan Cross viel Zeit damit, sich sozial zu engagieren, wobei ihm vor allem das Thema Autismus sehr am Herzen liegt.  



    Inhalt:

    Francis Ackerman jr. ist ein Serienkiller, doch jetzt lebt er diese Neigung nur noch an anderen Serienkillern aus. Mittlerweile ist er Sonderermittler beim FBI und trifft zusammen mit seiner neuen Kollegin auf einen interessanten Fall. Ein Gegner, der ihm sogar würdig ist? Das Alien, wie der Täter genannt wird, hinterlässt sezierte und verbrannte Leichen in Kornkreisen. Und jetzt hat es eine Expertin zum Thema Außerirdische entführt. Francis Ackerman jr. versucht, der Frau das Leben zu retten und den Fall zu lösen, was sich als nicht ganz so einfach herausstellt.

    Meinung:

    Obwohl ich schon ein Buch von Ethan Cross in meinem Bücherregal stehen habe, war dies das erste Buch, das ich von dem Autor gelesen habe. Und es ist gleich ganz anders als alle Thriller, die ich bisher gelesen habe. Wann hat man schon die Möglichkeit einem Serienkiller über die Schulter zu schauen, der andere "Monster" jagt.

    Anfangs lernt man über ein abgetipptes Interview die wichtigsten Fakten über Francis Ackerman jr. Auch seine neue Partnerin hat einige Einsichten über ihn zu teilen. So funktioniert der Einstieg in die Geschichte wunderbar und ohne Probleme. Und dann geht es auch schon los mit der Alienjagd, oft mit etwas ungewöhnlichen Methoden und Wendungen, aber immer spannend und gut geschrieben.

    Francis Ackerman Jr. ist eigentlich ein Einzelkämpfer. Das hat nicht zuletzt mit seinen hohen Moralvorstellungen zu tun, dass er niemanden mehr unnötig töten will oder dass niemand wegen ihm getötet wird. Er will "sein Monster" unter Kontrolle halten und ihm keine Nahrung geben. Doch es nützt nichts, alleine arbeiten lässt ihn das FBI nicht, also muss er mit seiner neuen Partnerin Nadia zurechtkommen.

    Gerade auch die Entwicklung der Zusammenarbeit der Beiden macht einen gewissen Reiz des Buches aus. Zuerst stehen sie sich beide eher abneigend entgegen. Doch mit der Zeit ändern sie beide ihre Einstellung und es macht Spaß, das zu beobachten.

    Ich bin schon sehr gespannt, wie sich die Zusammenarbeit bzw die Dynamik zwischen den Beiden in den nächsten Bänden entwickelt und freue mich schon auf den nächsten Band!

    ⭐⭐⭐⭐⭐

    Freitag, 6. Dezember 2019

    Rezension: Der Keller - Sabine Thiesler






    Infos zu Buch und Autorin lt Amazon:

    • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
    • Verlag: Heyne Verlag (23. September 2019)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3453271483
    Sabine Thiesler, geboren und aufgewachsen in Berlin, studierte Germanistik und Theaterwissenschaften. Sie arbeitete einige Jahre als Schauspielerin im Fernsehen und auf der Bühne und schrieb außerdem erfolgreich Theaterstücke und zahlreiche Drehbücher fürs Fernsehen (u.a. Das Haus am Watt, Der Mörder und sein Kind, Stich ins Herz und mehrere Folgen für die Reihen Tatort und Polizeiruf 110). Bereits mit ihrem ersten Roman »Der Kindersammler« stand sie monatelang auf den Bestsellerlisten. Ebenso mit den folgenden Büchern »Hexenkind«, »Die Totengräberin«, »Der Menschenräuber«, »Nachtprinzessin«, »Bewusstlos«, »Versunken«, »Und draußen stirbt ein Vogel«, »Nachts in meinem Haus« und zuletzt: »Zeckenbiss«. 

    Inhalt:

    Hannah und Heiko sind glücklich verheiratet und erwarten voller Freude ihr erstes Kind. Da erreicht die junge Frau der Hilferuf ihres Vaters. Ihrer Mutter geht es nicht gut, sie hat sogar versucht, sich das Leben zu nehmen. Trotz ihrer Flugangst begibt sich Hannah in die Toskana, um zu ihrer Mutter zu eilen. Während des Flugs lernt sie einen netten Mann kennen, der ihr sehr sympathisch ist. Da sie erst sehr spät landen, nimmt sie die Einladung an, zu seinem Palazzo zu fahren, um dort zu essen und zu schlafen. Seither gibt es kein Lebenszeichen mehr von ihr. Ihre Familie ist verzweifelt.
    Und es ist nicht die einzige junge Frau, die plötzlich verschwindet...

    Meinung:

    Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich das Buch sehr schnell weggelesen habe. Es hat einen recht einfachen Schreibstil und kurze Kapitel. Es hat mich auch ganz gut unterhalten, trotzdem gibt es ein paar Minuspunkte.

    Der erste Teil, in dem es um Hannah geht, gefiel mir noch richtig gut. Da wusste man auch noch nicht, was da wirklich los ist, auch wenn man ahnte, dass es nicht gut gehen würde, wenn sie mit Daniel zum Palazzo fährt. Auch hat man die Verzweiflung der Eltern und des Ehemannes deutlich gespürt und trotz besseren Wissens ständig gehofft, dass Hannah gefunden wird.

    Danach lernen wir Daniel näher kennen. Wir erfahren viel über seine Kindheit, über einen hilfsbereiten Jungen, der in den Ferien bei seinem Freund die Liebe zur Jagd entdeckt. Er ist aber auch der einzige, den wir wirklich näher kennenlernen. Und es ist ziemlich unverständlich, wie dieser hilfsbereite junge Mann sich derart ändern konnte.

    Seine Frau lernen wir am Rande kennen. Aber außer, dass sie sehr schön ist und sympathisch wirkt, erfahren wir nicht viel - obwohl sie auch eine Hauptprotagonistin ist. Auch hier stellt sich aber die Frage, wie sie sich so entwickeln konnte.

    Die ganze Handlung, die danach kommt, wirkt konstruiert und teilweise ziemlich unrealistisch. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen, da ich dann spoilern würde.

    Fazit:

    Das Buch ließ sich schnell lesen und hat mich unterhalten, aber es ist ganz sicher kein Highlight.

    ⭐⭐⭐