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Mittwoch, 27. Januar 2021

Rezension: Das Buch Ana - Sue Monk Kidd

 


 Informationen zu Buch und Autorin lt Amazon:

  • Herausgeber : btb Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (17. August 2020)
  • Sprache : Deutsch
  • Gebundene Ausgabe : 576 Seiten
  • ISBN-10 : 344275903X
  • ISBN-13 : 978-3442759033
  • Originaltitel : The book of Longings

SUE MONK KIDDS Debütroman »Die Bienenhüterin« avancierte vom Geheimtipp zum Bestseller. Der Roman wurde allein in den USA über sechs Millionen Mal verkauft, er wurde in sechsunddreißig Sprachen übersetzt. Millionen LeserInnen haben ihre berührenden Geschichten wie »Die Meerfrau« oder »Die Erfindung der Flügel« verschlungen. »Das Buch Ana« ist Sue Monk Kidds vierter Roman, der in den USA sofort auf der Bestsellerliste stand und von der Presse begeistert aufgenommen wurde. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in South Carolina. 

 

Inhalt:

Hier wird die fiktive Geschichte von Ana erzählt, der Frau Jesu. Die Erzählung steigt im Jahr 16 n. Chr. ein im von Rom besetzten Galiläa. Dort wächst Ana in einer wohlhabenden jüdischen Familie auf. Sie ist für ein Mädchen ungewöhnlich neugierig und rebellisch. Ihrem Vater liegt sie so lange in den Ohren bis er ihr einen Hauslehrer erlaubt. Ana lernt schreiben und lesen und schreibt nach und nach heimlich die Geschichte der vergessenen Frauen der Bibel auf: Eva, Sarah, Rachel, Rebecca und Ruth.
Als Ana 14 ist, soll sie an einen alten Witwer verkauft werden. Diesen lernt sie am Markt kennen und ist entsetzt. Ein junger Mann mit dunklen Locken und sanften Augen erkennt ihre Verzweiflung und hilft ihr. Diese Begegnung soll alles verändern.

Meinung:

Ein wunderbares Buch, auch wenn ich etwas andere Vorstellungen davon hatte. Ich hatte erwartet, dass wir hier erstens Ana an der Seite von Jesus begleiten und zusätzlich auch die aufgeschriebenen Geschichten der vergessenen Frauen lesen können. Dem ist nicht so und trotzdem hat mich das Buch begeistert.

Wir begleiten Ana auf ihrem Weg zum Erwachsen werden. Dies geht über viele Seiten bevor auch erst die erste Begegnung mit Jesus stattfindet. Ana ist eine wahnsinnig interessante Protagonistin und wir tauchen richtig tief in ihr Leben und ihre Gedanken ein. Auch ihre Eltern lernen wir durch ihre Augen gut kennen und noch mehr ihre Tante, die sie lange Zeit ihres Lebens begleiten sollte. Man bekommt dadurch einen sehr guten Einblick in das Leben eines jungen Mädchen der damaligen Zeit.

Als Ana Jesus heiratet und zu ihm nach Nazareth zieht, lernen wir auch das Leben dort kennen, das einen großen Unterschied zu ihrem bisherigen macht. Hier muss Ana selbst anfassen, selbst arbeiten und hat kaum bis gar keine Zeit zum Schreiben, wozu ihr hier auch die Mittel fehlen. Sehr interessant fand ich die Schilderung des gemeinsamen Lebens mit Jesus, dessen sanfter Charakter und seine Zweifel, was Gott eigentlich mit ihm vor hat. 

Was ich sehr schade fand, war, dass Ana ihn nicht viel begleiten konnte und wir daher bei vielen Stationen seines Lebens nicht dabei sein konnten. Das hat mich leider etwas enttäuscht. Aber es heißt ja auch "Das Buch Ana" und genau das bekommt man auch. Es ist die Lebensgeschichte von Ana, der fiktiven Ehefrau von Jesus, die eine Stimme war.

Fazit:

Ein tolles Buch über das Leben von Ana. Wenn man nicht mit anderen Erwartungen an das Buch herangegangen ist, dann ist es bestimmt ein Lesehighlight!

⭐⭐⭐⭐

 

Mittwoch, 1. April 2020

Rezension: The Doll Factory - Elizabeth Macneal

Infos zum Buch lt Amazon:
  • Format: Kindle Ausgabe
  • Dateigröße: 2812 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 417 Seiten
  • Verlag: Eichborn; Auflage: 1. Aufl. 2020 (27. März 2020)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B07ZQNB2N4
Inhalt:

London, 1850: Iris arbeitet gemeinsam mit ihrer Schwester in einer Puppenmanufaktur. Die Bedingungen sind schwer und kaum auszuhalten, trotzdem macht sie weiter. In ihrer spärlichen Freizeit malt sie heimlich Bilder und träumt von einem Leben als Künstlerin. Als ihr der Maler Louis Frost anbietet, für ihn Modell zu stehen, ändert sich ihr Leben von Grund auf. Sie findet künstlerische Entfaltung und Liebe. Doch sie ahnt nicht, dass sie einen heimlichen Verehrer hat. Einen Verehrer, der seine ganz eigenen Pläne verfolgt ...

Meinung:

Zu allererst hat mich das Cover fasziniert. Die Gestaltung und die Farben sind einfach großartig und wunderschön. Wenn man das Buch gelesen hat, versteht man auch die Bedeutung der dargestellten Bilder.

Meiner Meinung nach kann man das Buch keinem Genre zuordnen. Denn es ist eine Mischung aus historischem Roman, Liebe und Thriller. Diese Mischung macht auch dieses Buch aus und führt dazu, dass man es am liebsten nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Am Anfang der Geschichte lernen wir alle Protagonisten kennen. Jeder hat seine ganz eigenen Vorzüge und Macken. Iris ist eine starke und mutige junge Frau, die trotz allen Widerspruchs ihrem Weg folgt und nie aufgibt. Auch die Beziehung zu ihrer Schwester Rose ist sehr gut dargestellt, die ziemlich kompliziert ist. Dann gibt es noch Albie, ein Junge, der mit seiner Schwester in einem Bordell lebt. Er verrichtet diverse Botendienste, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Schließlich ist da noch Silas. Am Anfang denkt man noch, dass er harmlos ist, vielleicht ein kleiner Spinner. Doch nach und nach erfährt man mehr über ihn ...

Die Autorin hat es geschafft, das viktorianische London so zu beschreiben, dass man es vor seinen Augen sehen kann. Sie hat die schönen Seiten erzählt, aber auch die düsteren und häßlichen nicht ausgelassen. Teilweise war selbst mir die Geschichte fast zu düster! Dennoch hat mir das Buch sehr gut gefallen. Das Ende fand ich leider etwas zu plötzlich, da hätte ich mir ein Kapitel mehr oder zumindest etwas mehr Informationen gewünscht.

Fazit:

Wunderschönes Cover. Tolle, teils sehr düstere Geschichte im viktorianischen London.

⭐⭐⭐⭐


Samstag, 25. Januar 2020

Rezension: Jahre der Veränderung - Linda Winterberg



Infos zu Buch und Autorin lt Amazon:
  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1. (21. Januar 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746635683
Linda Winterberg ist das Pseudonym der Autorin Nicole Steyer. Sie ist in Rosenheim aufgewachsen und begann schon im Alter von acht Jahren damit, sich die ersten Geschichten auszudenken und niederzuschreiben.
Im Jahr 2001 zog sie der Liebe wegen in das beschauliche Taunusstädtchen Idstein, wo sie bis heute mit ihrer Familie lebt. 

Inhalt:

Die drei jungen Frauen Edith, Margot und Luise sind mit der Ausbildung zur Hebamme fertig und arbeiten nun schon ein paar Jahre in diesem Beruf. Alle drei lieben ihre Arbeit. Aber natürlich gibt es immer wieder Herausforderungen zu meistern, sei es eine schwierige Geburt, Probleme in der Liebe oder die weltweite Wirtschaftskrise um 1930. Doch sie halten immer zusammen und sind für einander da.

Meinung:

Das ist nun die Fortsetzung von "Aufbruch in ein neues Leben", das mir sehr gut gefallen hat (Rezension). Auch dieses Buch berichtet über das Leben der drei Hebammen, das nicht immer leicht ist. Es wird vieles erzählt, wie zb der Anfang der Weltwirtschaftskrise um 1930, die Arbeitslosigkeit, Armut und Verzweiflung der Bevölkerung, der Aufstieg der NSDAP, wie der Hass auf Juden wächst usw.

Es gibt einige Stellen, die mich sehr berührt haben und mir hat das Buch insgesamt auch recht gut gefallen. Allerdings hatte ich ein Problem - das mich komischerweise beim ersten Band nicht gestört hat. Die Geschichte wird nicht durchgängig erzählt. Es kam mir eher tagebuchmäßig vor. Wir hatten immer wieder Zeitsprünge und es wurde nur von Tagen erzählt, an denen etwas vorgefallen ist. Natürlich treiben nur Geschehnisse die Geschichte voran, aber vielleicht hätte man es anders lösen können, da mich diese Unterbrechungen im Lesefluss etwas gestört haben.

Trotzdem war es sehr schön, Luise, Edith und Margot wieder zu begleiten. Sie sind drei herzensgute Frauen, die alles menschenmögliche tun, um ihren Mitmenschen zu helfen. Und damit meine ich nicht nur werdende Mütter, sondern sie engagieren sich in mehreren Bereichen und sind einfach da, wenn die Menschen sie brauchen.

Fazit:
Schöne Fortsetzung der Hebammen-Saga. Ohne die vielen Zeitsprünge hätte es mir aber besser gefallen.

⭐⭐⭐⭐

Freitag, 20. Dezember 2019

Rezension: Tränen der Erde - Bastian Zach, Matthias Bauer






Infos zu Buch lt Amazon:

  • Taschenbuch: 560 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag; Auflage: Originalausgabe (14. Oktober 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453439783
 Inhalt:

Im Jahr 1606 legte sich der drohende Schatten des dreißigjährigen Krieges über das Land. In der Reichsstadt Schwäbischwerd lebten zwei angesehene Familien: Die katholischen Heidfeldts und die lutheranischen Ackermanns. Die beiden Familien sind eng befreundet und verbunden durch Geschäft und sogar Liebe. Sie haben großen Einfluss und das ist vielen ein Dorn im Auge. Auch ahnt niemand, dass ihr Vermögen auf einem Verrat aufgebaut ist. Im schwelenden Religionskrieg geraten sie immer mehr in einen Strudel aus Macht, Intrigen und Verschwörungen ...

Meinung:

Dieses Buch schreibt über eine Zeit, über die ich noch nichts gelesen habe. Eine interessante Zeit, die hier eindrucksvoll beschrieben wird. Wir begleiten die zwei Familien, eine katholisch, die andere lutheranisch. Es ist eine Zeit, die durch religiöse Streitereien geprägt ist, in der Neid und Rachsucht herrschen.

Der religöse Streit beginnt in Schwäbischhall mit einer Kleinigkeit und doch wird es zu einer riesigen Sache. Keine der religiösen Parteien will zurückstehen, keiner will der Klügere sein, der nachgibt.

Die Geschichte des religiösen Streits wird gemeinsam mit der Geschichte der Familien Heidfeldt und Ackermann erzählt. Wie selbst die seit vielen Jahren eng befreundete Familien, mit Vorurteilen und Rachsucht zu kämpfen haben. Doch es geht nicht nur um den Religionsstreit. Es geht auch um das damalige Leben, die Familiengeschichte, um Liebe, um Geschäft, Freundschaft.

Die Charaktere sind alle sehr gut beschrieben und entwickelt. Um keine Übersichtsprobleme zu bekommen, hat man gleich am Anfang des Buches eine Tabelle der Familienangehörigen und der anderen Personen. Durch die Geschichte der Familien wurde man in das Geschehen hineinkatapultiert und hatte das Gefühl, mittendrinnen zu sein.

Die Autoren schafften es, von den ersten Seiten an Spannung aufzubauen. Die Seiten flogen nur so dahin und ich hatte den Eindruck als würde vor meinen Augen ein Film abgespielt.

Fazit:

Toller historischer Roman. Spannend, bewegend, lehrreich, was will man mehr?

⭐⭐⭐⭐

Freitag, 15. November 2019

Rezension: Der Fluch der Rose - Iny Lorentz






Infos zu Buch und Autoren lt Amazon:


  • Gebundene Ausgabe: 672 Seiten
  • Verlag: Knaur HC; Auflage: 1. (1. Oktober 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426653877
  • ISBN-13: 978-3426653876
Hinter dem Namen Iny Lorentz verbirgt sich ein Münchner Autorenpaar, dessen erster historischer Roman »Die Kastratin« die Leser auf Anhieb begeisterte. Mit »Die Wanderhure« gelang ihnen der Durchbruch; der Roman erreichte ein Millionenpublikum. Seither folgt Bestseller auf Bestseller. Die Romane von Iny Lorentz wurden in zahlreiche Länder verkauft. Die Verfilmungen ihrer »Wanderhuren«-Romane, der »Pilgerin« und zuletzt »Das goldene Ufer« haben Millionen Fernsehzuschauer begeistert. Im Frühjahr 2014 bekam Iny Lorentz für ihre besonderen Verdienste im Bereich des historischen Romans den »Ehrenhomerpreis« verliehen. Die Bühnenfassung der »Wanderhure« in Bad Hersfeld hat im Sommer 2014 Tausende von Besuchern begeistert und war ein Riesenerfolg.
Besuchen Sie auch die Homepage der Autoren: www.inys-und-elmars-romane.de 

Inhalt:

Das junge Mädchen Maria wächst bei ihrer Ziehfamilie in der neu gegründeten Erzschmelze Fuggerau auf. Im benachbarten Kloster ziehen die Mönche das Findelkind Johannes (von seiner Mutter Juan genannt) auf. Nur einer der Mönche weiß Bescheid über die wahre Herkunft des Kindes, aber er möchte aus diesem Wissen irgendwann Profit schlagen.
Als Maria und Johannes sich zum ersten Mal begegnen, ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch Johannes wurde nur ein paar Tage zuvor zum Priester geweiht. Und auch der profitgierige Mönch steht dem jungen Liebesglück im Weg ...

Meinung:

Ich habe bisher so gut wie jedes Buch von Iny Lorentz gelesen. Auch vom Fluch der Rose war ich begeistert. Die Autoren erzählen so packend von der damaligen Zeit, dass man richtig eintauchen und sich in die Zeit zurückversetzen kann.

Sowohl die Haupt- als auch die Nebencharaktere sind gut beschrieben. Besonders liebenswert fand ich natürlich Maria. Sie findet sich mit ihrer Rolle als Ziehtochter so gut ab, hat kein Problem, neben den leiblichen Kindern der Eltern weniger zu gelten und mehr helfen zu müssen. Sie ist hilfsbereit, gütig, klug und kann sich aber trotz allem gut wehren.

Aus dem kleinen Findelkind Johannes wurde ein kluger junger Mann, der aber kaum je etwas von der Welt draußen gesehen bzw erlebt hat. Vielleicht wäre es sonst ja auch ganz anders gekommen.

Während wir diese beiden jungen Leute beim Aufwachsen und in ihrem Leben begleiten, lernen wir die Dynastie der Fugger kennen, die ja damals sehr erfolgreich waren und selbst Königen Kredite bewilligt haben (was nicht immer gut lief).

Und genau dieses Zusammenspiel von Fiktion und Geschichte macht die Faszination aus und lässt das Buch schnell und flüssig lesen.

Fazit:

Ich fand das Zusammenspiel von Fiktion und Geschichte wieder genial gelöst und konnte das Buch kaum zur Seite legen.

⭐⭐⭐⭐⭐

Mittwoch, 6. November 2019

Rezension: Die Frau des Kaffeehändlers - Susanne Rubin





Infos zu Buch und Autorin lt Amazon:

  • Taschenbuch: 464 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag; Auflage: Originalausgabe (9. September 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453423135
Susanne Rubin ist eine waschechte „Hamburger Deern“. Zusammen mit ihrem Mann, einem pensionierten Kriminalbeamten, lebt sie in ihrer geliebten Heimatstadt. Nach eigener Aussage ist ihr Mann ihr persönlicher Held, und ihre inzwischen erwachsenen Söhne bezeichnet sie als die wunderbarsten der ganzen Welt. Sie liebt das Schreiben und Spieleabende mit ihrer Familie. 

Inhalt:

Hamburg 1896: Der ehrgeizige Kaufmann Paul Friedrich Magnussen willigt ein, Amalia zu heiraten, die Tochter von Ferdinand Claasen. Dafür bekommt Paul einen Kredit, um sein Unternehmen zu vergrößern. Gemeinsam mit seiner klugen Frau gelingt es Paul, seinen Kaffeehandel zu einem florierenden Unternehmen auszubauen. Allerdings weiß Amalia nichts von dem Handel zwischen Paul und ihrem Vater und dass Paul sich von Anfang an zu ihrer schönen Schwester Helene hingezogen fühlt.

Über ein Jahrhundert später stößt Melina auf einen großen Ordner ihrer verstorbenen Großmutter, in der alles über die Familie Magnussen gesammelt wurde. Melina wird neugierig und zufällig bekommt sie auch die Stelle als Assistentin von Leonard Magnussen. So erfährt sie immer mehr über die Familie, auch wenn sie noch nicht ahnt, dass ihr Schicksal noch mehr mit dieser Familie verwoben ist.

Meinung:

Das Buch wird in zwei Zeitebenen erzählt. Erst einmal lernen wir Melina kennen, kurz nachdem ihre geliebte Großmutter gestorben ist. In der zweiten Ebene erfahren wir, wie Paul um Amalia wirbt und sie heiratet, sowie den weiteren Verlauf dieser Ehe. Später wird auch einiges über deren Kinder erzählt. Es handelt sich also mehr oder weniger um eine Familiensaga, die mehrere Generationen umfasst.

Die Autorin schreibt sehr angenehm und man kann das Buch relativ schnell durchlesen. Von Anfang an herrscht ein Spannungsbogen - allein durch den Handel zwischen Paul und Amalias Vater. Aber auch sonst gibt es einige Geheimnisse, die aufgeklärt werden und man so das Buch kaum aus der Hand legen will.

Melina ist eine kluge und liebenswerte junge Frau, die man gerne auf ihrem Weg begleitet. Sowohl bei ihrer Arbeit als auch beim Durchsehen dieses ominösen Ordners und beim Herausfinden, was dieser zu bedeuten hat. Auch Leonard Magnussen mochte ich gern. Er ist gutaussehend und trotzdem nicht so arrogant, wie man es sonst von solchen Schönlingen gewöhnt ist.

Auch in der anderen Zeitebene mochte ich die Charaktere wirklich gern. Obwohl ich den Handel zwischen Paul und Amalias Vater natürlich nicht gutheißen konnte, ist Paul ein Mann, den man trotzdem gern hat. Und Amalia ist sowieso eine Frau, mit der man sich identifizieren kann. Klug, etwas widerspenstig und liebenswert.

Fazit:

Kurz zusammengefasst: ich habe alle diese Charaktere gerne durch das Buch begleitet. Eine solide Familiensaga über mehrere Generationen.

⭐⭐⭐⭐

Freitag, 11. Oktober 2019

Rezension: Die Prinzessinnen von New York: Rumors - Anna Godbersen






Infos zum Buch und Autorin lt Amazon:

  • Broschiert: 400 Seiten
  • Verlag: LYX; Auflage: 1. Aufl. 2019 (30. September 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3736310560
  • ISBN-13: 978-3736310568
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Anna Godbersen wurde 1980 in Berkeley, Kalifornien, geboren und studierte Englische Literatur am Barnard College in New York. Sie schreibt Buch-Rezensionen und arbeitet als freie Literaturkritikerin u.a. für The New York Times Book Review. Weitere Informationen unter: annagodbersen.com 



Inhalt:

Nach der Beerdigung ihrer Schwester und einer angemessenen Trauerzeit, liegt es nun an Diana, die Familie durch eine vermögende Heirat zu retten. Doch Diana liebt Henry Schoonmaker, den ehemaligen Verlobten ihrer Schwester. Eine Heirat der beiden wäre höchst unangemessen. Die beiden Verliebten wollen aber trotzdem dafür kämpfen. Sie haben allerdings nicht mit Penelope Hayes gerechnet, die unbedingt die Frau von Henry werden möchte und der dafür jedes Mittel recht ist.

Meinung:

Band 1 der Prinzessinnen von New York hat mir zwar gefallen, aber Band 2 fand ich um ein Vielfaches besser. Vielleicht weil wir die Charaktere schon kennen und wir sie noch besser kennenlernen, vielleicht weil die Gefühle tiefgehender sind. Auf jeden Fall konnte ich mich diesmal voll und ganz in der Geschichte verlieren, ich habe mitgelitten und mich mitgefreut und mich über Intrigen geärgert usw.

Natürlich passt auch wieder das wunderschöne Cover hervorragend zu der Geschichte. Mir gefallen diese langen und weiten Kleider sowieso und zu einer Geschichte, die um 1900 spielt, gehören diese schönen Kleider einfach dazu.

Im Vordergrund stehen Diana Holland und Henry Schoonmaker und ihre Liebe zueinander. Da Henry der ehemalige Verlobte von Elizabeth Holland ist, die ja im ersten Band (angeblich) gestorben ist, wäre es den gesellschaftlichen Regeln entsprechend absolut unpassend, wenn die zwei heiraten würden. Trotzdem wünscht man es den beiden, denn man kann in jeder Zeile lesen, wie sehr sie sich lieben.

Diesmal gab es auch nur einen Charakter, den ich ganz und gar nicht ausstehen konnte: Penelope Hayes. Wie man nur so intregant und skrupellos sein kann, ist mir ein Rätsel. Das was sie will, das bekommt sie auch und dafür ist ihr jedes Mittel recht.

Alle anderen Charaktere mochte ich gern - sogar Lina, die mir im ersten Buch ziemlich unsympathisch war. Sie fällt zwar nicht immer die richtigen Entscheidungen, aber es ist nachvollziehbar, warum sie es macht und irgendwie kann man sie doch verstehen.

Wie schon vorher geschrieben, ich habe mich in der Geschichte verloren und konnte mich wunderbar in die Charaktere hineinversetzen. Allerdings hat mir der Schluss das Herz gebrochen. Ich war absolut geschockt und konnte/wollte es nicht glauben und war Stunden später noch immer mit der Geschichte bzw dem Schluss beschäftigt. Ich denke, wenn einem Autor das gelingt, dann hat er bzw in dem Fall natürlich sie ein wunderbares Buch geschrieben.

Fazit:

Mir hat der zweite Teil besser gefallen als der erste. Absolut emotional und herzbrechend.
⭐⭐⭐⭐⭐

Dienstag, 1. Oktober 2019

Rezension: Ich, die Königin - Susan Hastings






Infos zum Buch und zur Autorin:

  • Format: Kindle Ausgabe
  • Dateigröße: 5493 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 460 Seiten
  • Verlag: Piper Schicksalsvoll (1. Oktober 2019)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B07WTQ7TCK
Susan Hastings, 1954 geboren, studierte Geologie und war lange als Sachverständige für Geologie und Ökologie tätig. Heute schreibt sie äußerst erfolgreich historische Romane.


Inhalt:
Kastilien 1464: Die Zustände im Land sind furchtbar. Räuberbanden und Gesindel machen die Straßen unsicher, Adel und Klerus versuchen sich auf jede mögliche Weise zu bereichern und wechseln ständig die Seiten. König Enrique ist nicht stark genug, das Land zu regieren und viel zu nachgiebig. Nach seinem Tod, der evtl durch Gift herbeigeführt wurde, gibt es einen Krieg um die Erbfolge. Isabel, Enriques Schwester, setzt sich durch. Sie ist es, die an der Seite ihres Mannes mit eisernem Willen das Land eint und es zur Großmacht verwandelt.

Meinung:
Ich lese recht viel historische Romane, aber über die Geschichte Spaniens habe ich noch kaum etwas gelesen, abgesehen natürlich über die Eroberungen von Columbus. Deshalb fand ich das Buch sehr interessant.

Das Buch berichtet über Isabella von ihrer Kindheit an bis zu ihrem Tod. Sie muss eine wahnsinnig starke Frau gewesen sein. Es wurden ihr so viele Hindernisse in den Weg gelegt, doch sie hat jedes bezwungen. Ihr Glaube, ihr eisener Wille und ihre Intelligenz haben ihr dabei geholfen. Es kam in der Geschichte Spaniens noch nie vor, dass eine Königin das Land regiert. Doch Isabella hat dies durchgesetzt, ihr Mann Ferdinand war davon natürlich nicht unbedingt begeistert, aber er mußte es hinnehmen.

Doch Isabella war nicht nur eine Königin. Sie war auch Mutter. 10 Geburten hat sie über sich ergehen lassen, wovon aber leider nur 5 Kinder überlebten. Mit großer Liebe und Fürsorge kümmerte sich Isabella darum, dass sie immer gut versorgt waren und eine gute Ausbildung bekamen. Als die Kinder alt genug waren, wurden sie natürlich politisch günstig verheiratet.

Wir lesen auch von der Inquisition und wie diese immer mehr Macht bekam. Wie Juden gezwungen wurden, sich entweder taufen zu lassen oder das Land zu verlassen. Alles im Glauben, Gottes Wille zu erfüllen. Was für ein Elend damals geherrscht haben muss! Besonders diese Szenen haben mich sehr berührt und nachdenklich gemacht.

Isabella mußte eine Menge Schicksalsschläge erdulden. Aber auch wenn sie mit ihrer Kraft manchmal am Ende war, so hielt sie sich dennoch aufrecht und war ein Vorbild für alle. Sie regierte ihr Land aufopferunsvoll und führte es so zu neuer Macht. Das Volk bewunderte, ja vergötterte Isabella.

Das Buch ist ein ziemlich dicker Schinken. Das ebook hatte bei mir mit normal großer Schrift 840 Seiten. Es war aber sehr gut und flüssig geschrieben. Man war von Beginn an in der Geschichte drinnen und wollte wissen, wie es weiterging. Die Autorin schaffte es, das ganze Buch hindurch eine gewisse Spannung zu halten.

Fazit:
Leseempfehlung für alle, die mehr über die spanische Geschichte lesen wollen.
⭐⭐⭐⭐⭐

Sonntag, 15. September 2019

Rezension: Die Bücherdiebin - Markus Zusak






Infos zum Buch und zum Autor lt Amazon:

  • Taschenbuch: 588 Seiten
  • Verlag: Blanvalet; Auflage: 1.. (7. September 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783442373956
  • ISBN-13: 978-3442373956
  • ASIN: 3442373956
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • Originaltitel: The Book Thief
Als Teenager las Markus Zusak am liebsten Hemingway und schwärmte für den Film„What’s Eating Gilbert Grape“, der auf einem Roman von Peter Hedges basiert. Seine Mutter erzählte oft, wie sie als Kind das Bombardement auf München erlebt hatte und mitansehen musste, wie man jüdische Menschen ins KZ Dachau trieb. Daraus entstand bei Markus Zusak, geboren 1975, das dringende Bedürfnis zu schreiben. Mit 16 begann er damit. Mittlerweile gehört Zusak zu den renommiertesten Jugendbuchautoren der Welt. Seine Bücher „Der Joker“ und „Die Bücherdiebin“ sind preisgekrönte Bestseller, die nicht nur junge Leute berühren. Privat spielt der Familienvater Fußball, liebt Filme und nutzt seinen Wohnort Sydney auch als Möglichkeit zum Surfen (im Meer) – um ab und an dem Schreibtisch zu entfliehen.

Inhalt:

Nazideutschland 1939: Liesel Meminger kommt als Pflegekind zu Rosa und Hans Hubermann. Die kleine Entschädigung die sie dafür bekommen, ist kaum der Rede wert und sie müssen sich durch die ersten Kriegsjahre kämpfen. 
Für Liesel beginnt damit eine Zeit des Glücks, der Hoffnung. Besonders als sie zu stehlen beginnt. Zuerst nur ein Buch, das im Schnee lag, dann eines, das im Feuer lag.
Mit Hans Hubermann beginnt das Mädchen, lesen zu lernen. Vor allem nachts, wenn Liesel wieder einmal schreiend aus einem Albtraum erwacht ist, sitzen die beiden zusammen und lesen.
Und dann steht plötzlich ein jüdischer Faustkämpfer vor der Tür und Hans löst ein Versprechen ein. Der Jude wird im Keller versteckt. Dann kommen die Bomben und Juden, die nach Dachau getrieben werden ...

Meinung:

Das Besondere an diesem Buch ist, dass es aus Sicht des Todes geschrieben wurde. Der Tod erzählt die Geschichte der Liesel Meminger und den Menschen, die ihr etwas bedeuten. Oft beschreibt er nur das alltägliche Leben, das zu Kriegszeiten aber auch oft ein Kampf ums Überleben war. Manchmal beschreibt er aber auch, wie er Seelen abholt und was er dabei fühlt.

Ich muss zugeben, dass ich etwas länger gebraucht habe, um in die Geschichte hineinzukommen. Der Autor hat einen ungewöhnlichen Schreibstil, an den ich mich erst gewöhnen musste. Doch dann war ich vollkommen in der Geschichte drinnen. Selbst nach Beenden des Buches musste ich ständig daran denken und war beeindruckt von der Eindringlichkeit der Geschichte.

Wir werden ins Nazideutschland mitgenommen, wo ein Mädchen von ihrer  Mutter zu Pflegeeltern gebracht wird, weil sie selbst in Gefahr schwebt und sich nicht mehr um sie kümmern kann. Während der Reise stirbt der Bruder des Mädchens, deshalb kommt sie alleine zu Rosa und Hans Hubermann. Hier geht es relativ rau zu, in so gut wie jedem Satz kommen Wörter wie Saumensch oder Saukerl vor. Damit hatte ich so meine Probleme, weil ich es nicht verstehen kann, wie man innerhalb der Familie oder von Freunden ständig solche Wörter verwenden kann. Aber anscheinend war das zumindest in dem Viertel normal.

Liesel stiehlt ihr erstes Buch bei der Beerdigung ihres Bruders. Es liegt einfach dort im Schnee und sie nimmt es mit. Lesen lernt sie aber erst mit ihrem Pflegevater. Meistens mitten in der Nacht, wenn sie nach einem Albtraum sowieso nicht schlafen kann. Das fand ich toll. Erstens dass Liesel so motiviert war und viel geübt hat und sich auch durch die Schule nicht demotivieren ließ. Wörter sind für sie das Größte! Zweitens dass ihr Hans Hubermann dabei geholfen hat, obwohl er selbst auch nicht gerade gut lesen konnte. Außerdem war es schön zu sehen, wie sich das Verhältnis zwischen Pflegevater und Pflegekind entwickelte.

Durch das Buch kann man gut die beklemmenden Gefühle nachvollziehen, die damals geherrscht haben müssen. Die Angst, wenn die Bomben fielen. Die Angst, dass ein Jude im Keller entdeckt wird. Nicht nur, dass man selbst dafür bestraft worden würde, sondern auch, weil sich eine Freundschaft zu dem Juden entwickelt hat. Es muss furchtbar gewesen sein, wenn Juden durch die Straßen nach Dachau getrieben wurden. Es hassten sie ja nicht alle. Viele hatten auch Mitleid mit ihnen. Doch wenn sie ihnen helfen wollten, wurden sie bestraft und sie mussten zuschauen, wie die ausgezehrten Gestalten vorüberschlurften.

Fazit:
Selbst nach ein paar Tagen bin ich noch immer beeindruckt von dem Buch. Es konnte die Gefühle und die Angst, die in der Zeit geherrscht haben, gut rüberbringen. Aber es erzählt auch von einem Kind, das all den Problemen trotzt und überlebt.

⭐⭐⭐⭐⭐

Montag, 2. September 2019

Rezension: Teufelskrone - Rebecca Gablé


Infos zum Buch und Autor (lt Amazon)

  • Gebundene Ausgabe: 928 Seiten
  • Verlag: Lübbe (30. August 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785726600
Rebecca Gablé studierte Literaturwissenschaft, Sprachgeschichte und Mediävistik in Düsseldorf, wo sie anschließend als Dozentin für mittelalterliche englische Literatur tätig war. Heute arbeitet sie als freie Autorin und lebt mit ihrem Mann am Niederrhein und auf Mallorca. Ihre historischen Romane und ihr Buch zur Geschichte des englischen Mittelalters wurden allesamt Bestseller und in viele Sprachen übersetzt. © FinePic 


Inhalt:

Zwei Brüderpaare, zwei Seiten: Yvain tritt den Dienst bei John (Ohneland) an, der schon immer im Schatten seines Bruders König Richard (Löwenherz) stand. Diesem wiederum hat Guillaume of Waringham, Yvains großer Bruder, die Treue geschworen. Nachdem Richard vom Kreuzzug zurückgekehrt, gefangengenommen und gegen Lösegeld freigekommen ist, zieht er gegen den französischen König in den Krieg, da dieser englische Gebiete besetzt hält. Einige Jahre später stirbt Richard bei einer Belagerung und John erbt die Krone. Doch ist die Krone nicht mehr ein Fluch? John ist ständig unterwegs, ständig muss er um die französischen Gebiete kämpfen, manchmal sogar fliehen. Yvain steht immer hinter ihm. Loyalität zu seinem König ist im das Wichtigste, selbst wenn er mit seinem Gewissen in Konflikt kommt.

Meinung:

Rebecca Gablé hat mit diesem historischen Roman einmal mehr ihr großes Schreibtalent. Mit der Mischung aus Wahrheit und Fiktion hat sie einen sehr dichten und atmosphärisch starken Roman geschaffen. Jede Seite ist interessant, jedes Kapitel ist spannend. Eigentlich will man gar nicht, dass das Buch endet (bei 928 Seiten will das schon etwas heißen).

Wie wir es gewohnt sind, ist Yvain ein sehr liebenswerter und sympathischer Hauptprotagonist. Wir begleiten ihn ab seiner Knappenzeit bei John, die ganz sicher nicht immer einfach war. Genauso wenig wie wohl der ganze Dienst unter John nicht einfach war. Denn John war ziemlich wankelmütig. Manchmal sehr wohlwollend und dann wieder kalt und unnahbar. Diese Wesenszüge haben sich mit den Jahren immer mehr verschlimmert, sodass Yvains Geduld und natürlich auch die aller anderen, die John umgaben, auf eine harte Probe gestellt wurde.

Auch Yvain wird nicht als komplett fehlerlos beschrieben. Auch er macht nicht immer alles richtig. Teilweise kommt er deshalb auch in arge Gewissenskonflikte. Aber gerade das macht Yvain menschlich und den perfekten Romanhelden. Er hat natürlich auch sehr viele gute Seiten wie zb seine Loyalität, seine Leidenschaft, seinen Familiensinn, einen Blick für Pferde, er sieht auch die Nöte der kleinen Leute usw.

Sehr spannend war auf jeden Fall König John besser kennenzulernen. Meist kennt man Richard Löwenherz, den „guten“ König und John als den Bösewicht, vor allem aus den Robin Hood Filmen. Doch John war nicht nur böse und auch er konnte als König Erfolge verzeichnen. In dem vorliegenden Buch werden alle Seiten Johns beleuchtet.

Wie immer findet sich am Anfang des Buches ein Personenverzeichnis der historischen und auch der fiktiven Personen, die in dem Roman vorkommen. Am Ende wird im Nachwort erklärt, welche historischen Fakten in dem Buch verarbeitet wurden, was nicht wirklich nachprüfbar ist und was Fiktion ist.

Fazit

Ein historischer Lesegenuss vom Feinsten!

⭐⭐⭐⭐⭐ 

Diese Rezension verlinke ich als monatliches Highlight bei Monerls Linkparty.

Samstag, 31. August 2019

Rezension: Das Savoy - Aufbruch einer Familie - Maxim Wahl


Inhalt:
Das Hotel Savoy ist Londons erste Adresse für die künstlerische und intellektuelle Avantgarde Europas. Laurence Wilder führt seit vielen Jahren das Haus mit großem Erfolg. Wegen einer schweren Krankheit muss er die Leitung nun abgeben. Aber er betraut nicht etwa seinen Sohn damit, der darauf doch schon jahrelang wartet. Nein, er verfügt, dass seine uneheliche Enkelin das Hotel weiter führen soll. Violet ist hin- und hergerissen. Einerseits war sie gerade dabei, sich eine Karriere beim Radio und als Schauspielerin aufzubauen, andererseits ist ihr der Großvater und die Loyalität zu ihm sehr wichtig.

Meinung:
Die erste Hälfte des Buches hat mir sehr gut gefallen. Der Autor beschreibt in groben Zügen das Hotelwesen, die Gäste, die dort absteigen, die Aufgaben der diversen Bediensteten, sowie die Arbeit Violets und deren Zwiespalt zwischen zwei Männern. Doch in all der Idylle werden Intrigen gesponnen.

In der zweiten Hälfte jedoch hatte ich so meine Probleme mit dem Buch. Obwohl gerade in der zweiten Hälfte mehr passierte, fand ich doch, dass es gerade hier auch seine Längen hatte. Außerdem gab es einen Vorfall, der meiner Meinung nach so nicht passieren könnte - nicht so geplant. Leider kann ich darauf nicht näher eingehen, ohne zu spoilern. Und das hat mir den Spaß an dem Buch ein bisschen genommen.

Auch war der Zwiespalt von Violet nicht besonders umfassend geschildert. Darauf hätte man ruhig tiefer eingehen können. Einerseits der Zwiespalt zwischen eigenem Leben und der Loyalität zum Großvater, andererseits aber auch der Zwiespalt zwischen zwei Männern. Da war mir die Abhandlung teilweise etwas zu einfach.

Fazit:
Das Buch ist meiner Meinung nach insgesamt nicht anspruchsvoll, aber trotzdem unterhaltsam und schnell zu lesen. Wahrscheinlich werde ich auch die Fortsetzung lesen, denn es interessiert mich ja doch, wie es weitergeht.

⭐⭐⭐

Freitag, 30. August 2019

Rezension: Ich bin Circe - Madeline Miller






Über das Buch und die Autorin (Infos von Amazon):

  • Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
  • Verlag: Eisele Verlag; Auflage: 1. (30. August 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3961610681
Madeline Miller, 1978 in Boston geboren, wuchs in New York und Philadelphia auf, studierte Altphilologie und unterrichtete in Cambridge Latein und Griechisch. Für ihren Debütroman Das Lied des Achill wurde sie 2012 mit dem Orange Prize for Fiction ausgezeichnet; er wurde in 25 Sprachen übersetzt.  In Ich bin Circe – ihr zweiter Roman und ebenso wie Das Lied des Achill ein internationaler Bestseller – erzählt sie Circes Geschichte aus der Odyssee noch einmal neu – als die einer weiblichen Selbstermächtigung. Madeline Miller lebt in der Nähe von Philadelphia, Pennsylvania. 

Inhalt:

Circe ist die Tochter des Sonnengottes Helios und der Nymphe Perse. Doch sie ist anders als deren andere Kinder. Sie hat die Stimme einer Sterblichen und einen schwierigen Charakter. Als Helios feststellt, dass sie Zauberkräfte hat, wird sie von ihm auf eine einsame Insel verbannt. Dort beschäftigt sie sich eingehend mit den sie umgebenden Pflanzen und wird eine mächtige Hexe. Immer wieder verirren sich andere Gestalten zu ihr auf die Insel. Hermes hält sie lang auf dem Laufenden, was in der Außenwelt passiert. Väter schicken ihre aufmüpfigen Töchter zu ihr. Männer stranden vor ihrer Insel usw. Auch Daidalos und Minotaurus begegnen wir. Und natürlich auch Odysseus und später dessen Frau und Sohn.

Meinung:

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich mit der griechischen Mythologie nie wirklich beschäftigt habe. Nachdem ich aber schon einiges über "Ich bin Circe" gehört habe, war ich neugierig und wollte es ebenfalls lesen. Und ich freue mich über meine Entscheidung. Es war ein hervorragendes, flüssig zu lesendes und gut geschriebenes Buch. Die Autorin beschränkte sich auf die wichtigsten Namen und andere Götter wurden als Onkel oder Tanten bezeichnet. Auch gibt es am Ende des Buches ein Glossar, in dem alle vorkommenden Personen noch einmal kurz vorgestellt werden.

Circe ist eine sehr interessante Persönlichkeit und ich finde ihre Entwicklung ganz enorm. Das Buch wird aus ihrer Sicht in der Ich-Perspektive erzählt. So kann man sich besonders gut in sie hineinversetzen, sich mit ihr freuen und mit ihr leiden., ihre Zweifel und ihre Einsamkeit spüren. Aber auch merkt man, dass sie stärker wird durch all ihre Erfahrungen und Erlebnisse und schlussendlich alles riskiert.

 Von Odysseus habe ich natürlich schon viel gehört, allerdings nur aus Erzählungen, ich habe nie etwas über ihn gelesen. So war es für mich sehr interessant, auch seine Geschichte hier zu lesen. Daidalus und Ikarus kennt man natürlich auch. Aber eigentlich konnte ich mich nur an den Ikarusflug erinnern. Die Geschichte davor und was mit Daidalus passiert ist, war mir entweder nicht bekannt oder ich habe es vergessen.

Dieses Buch hat also zu meiner Allgemeinbildung beigetragen, war aber gleichzeitig so unterhaltsam, dass ich es in drei Tagen fertig gelesen habe.

Fazit:

Sehr zu empfehlendes Buch für Leser, die sich für die griechische Mythologie, starke Frauen oder einfach für eine gute Geschichte interessieren.

⭐⭐⭐⭐⭐

Mittwoch, 14. August 2019

Rezension: Der Geschmack von Schmerz - Cornelia Haller





Inhalt:

1763: Isabeau soll heiraten - ausgerechnet den Mann, der ihre Freundin geschwängert und dann sitzen gelassen hat. Als sie sich weigert, wird sie von ihren Eltern nach Paris zu ihrer Tante geschickt, um dort endlich damenhaftes Benehmen zu erlernen.

Einerseits ist die Tante sehr streng und nicht zu Späßen aufgelegt. Andererseits ist das Leben in Paris schon auch aufregend. Ihr Onkel lädt sie zu einem Tarotabend ein, sie besucht die Oper und außerdem lernt sie den Marquis de Sade kennen, der eine gewisse Anziehung auf sie ausübt.

Doch in Paris hält eine Mordwelle an jungen Frauen die Stadt in Atem. Und ausgerechnet der Marquis de Sade ist der Hauptverdächtige. Schließlich muss auch Isabeau um ihren Ruf und ihr Leben fürchten.

Meinung:

Isabeau ist für ihre Zeit eine recht eigensinnige junge Frau. Viel lieber wäre sie ja ein Junge, dann könnte sie das Unternehmen ihres Vaters übernehmen, was ihr viel mehr Spaß machen würde. Zu ihrer Freundin Anna pflegt sie eine sehr tiefe Freundschaft und als diese verzweifelt vor ihrer Tür steht, weil sie geschwängert und dann sitzen gelassen wurde, versucht Isabeau ihr zu helfen. Doch dann erklären ihr die Eltern, dass sie ausgerechnet jenen Mann, der ihrer Freundin das angetan hat, heiraten soll. Für Isabeau bricht eine Welt zusammen. Nie hätte sie gedacht, dass ihre Eltern sie zu so etwas zwingen würden, dass sie kein Mitspracherecht hätte, dass sie einfach gehorchen muss. Um sie besser zu erziehen, wird Isabeau nach Paris geschickt.

In Paris angekommen, lernt sie den Marquis de Sade kennen. Dieser übt von Anfang an eine gewisse Anziehung auf sie auf und auch er ist hingerissen von der jungen Frau. Ihre Wege kreuzen sich immer wieder und Isabeau verstrickt sich immer weiter in seinen Fängen.

Die Autorin erzählt recht bildgewaltig von einer jungen Frau und dem Marquis des Sade. Sie fasst gewisse Lebensereignisse in dessen Leben etwas zusammen, da der Roman die Zeitspanne von nur einem Jahr umfasst. Die einen werden wohl fasziniert sein von diesem Mann und die anderen werden abgestoßen sein. Wobei man ihn doch auch für seine Einstellung und auch seinem Leben danach bewundern kann. In der damaligen Zeit begab er sich dadurch immer wieder in Lebensgefahr und musste einige Jahre im Gefängnis verbüßen.

In der heutigen Zeit ist es ja auch unvorstellbar, was eine ungewollte Schwangerschaft mit dem Leben einer jungen Frau anrichtet. Die Familie verliert Ruf und Ansehen, die junge Frau wird als gefallenes Mädchen betrachtet. Kein anständiger junger Mann würde sie mehr heiraten. Kein Wunder, dass viele versucht haben, das Kind abzutreiben - entweder durch Gift oder indem sie in sich selbst herumgestochert haben. Sehr viele mussten diese Versuche mit dem Leben bezahlen. Andere wiederum haben sich gleich selbst das Leben genommen. Wie verzweifelt muss eine junge Frau damals gewesen sein, die Männer haben sich ja oft die Hände abgeputzt und wollten nichts damit zu tun haben. Auch dieses Thema wird in dem Buch behandelt.

Fazit:

Ich habe das Buch recht spannend gefunden, wobei es schon auch ein paar Längen hat. Doch das Weiterlesen lohnt sich.

⭐⭐⭐⭐

Kennt ihr den Marquis de Sade? Ich kannte ihn schon vom Namen her, aber eigentlich wusste ich nichts über ihn. Deshalb fand ich den Roman wirklich interessant. Danach habe ich auch noch auf wikipedia nachgelesen, was dort über ihn steht.

Außerdem musste ich ständig an dieses Lied von Oomph denken:
Oomph - Spieler

Mittwoch, 31. Juli 2019

Rezension: Das Erbe der Porzellanmalerin - Birgit Jasmund




Inhalt:

Meißen 1750: Geraldine hat das Rittergut ihres Vaters geerbt. Außerdem bekommt sie die Genehmigung, auf Porzellan zu malen. Damit geht ein Traum in Erfüllung. Doch leider verläuft ihr Leben nicht weiterhin so glücklich. Ihr Halbbruder kann sich nicht damit abfinden, dass sie das Rittergut geerbt hat und will es ihr abspenstig machen. Es stellt sich heraus, dass es eine Klausel im Testament gibt, laut der sie innerhalb eines Jahres heiraten muss. Erstens steht ihr danach nicht der Sinn und zweitens ist das gar nicht so einfach ...

Meinung:

Ich habe erst beim Lesen festgestellt, dass dies der zweite Band einer Reihe ist. Es werden zwar immer wieder Andeutungen auf die Geschehnisse des ersten Bandes gemacht, aber man kann das Buch auch sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen. Allerdings werde ich vermutlich den ersten Teil doch noch lesen, weil ich jetzt neugierig bin, was da alles passiert ist. Außerdem hat mir der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen, das Buch war leicht, flüssig und schnell zu lesen.

Geraldine war mir von Anfang an sympathisch und ich habe mich sehr schnell in sie hineinversetzen können. Es war wirklich schön, sie zu begleiten. Sie ist ein herzensguter Mensch. Da sie auch die andere Seite des Lebens kennt, ist sie nicht so abgehoben  wie andere ihres Standes. Immer wieder versucht sie ihren Mitmenschen zu helfen, ob das jetzt zb Besucher oder Untergebene sind, ist egal.

Ihr Halbbruder hingegen kommt sofort sehr unsympathisch rüber. Aber das ist sicher auch so gewollt, spielt er ja den bösen Gegenpart in der Geschichte. Auf jeden Fall versteht man Geraldine sehr gut, dass sie erstens das Rittergut für sich selbst behalten will und zweitens ihren Untertanen es nicht antun will, dass ihr Halbbruder über sie herrscht. Denn dann würden viele ihre Arbeit verlieren und die anderen geknechtet werden.

Fazit:

Ein schöner historischer Roman mit einer sehr sympathischen Hauptprotagonistin.

⭐⭐⭐⭐

Freitag, 19. Juli 2019

Rezension: Die Prinzessinnen von New York - Scandal - Anna Godbersen



Inhalt:

Das Buch spielt 1899 in Manhattan, wo die Schwestern Elisabeth und Diana Holland behütet in der High Society aufwachsen. Das wichtigste ist das Benehmen einer Dame zu lernen, hübsch zu sein, schöne Kleiner anzuhaben usw. Nachdem der Vater der Mädchen erst vor Kurzem gestorben ist, muss ihnen die Mutter ein schreckliches Geheimnis offenbaren, das ihre Welt auf den Kopf stellen könnte. Elisabeth, die eigentlich in den Kutscher Will verliebt ist, muss nun ihr eigenes Wohl hinten anstellen, um ihrer Familie weiterhin ein sorgloses Leben ermöglichen zu können.

Meinung:

Ich bin etwas schwer in das Buch hineingekommen. Die Geschichte plätschert so vor sich hin und nimmt erst nach einiger Zeit zumindest etwas Fahrt auf. Besonders spannend oder aufregend wird es eigentlich nie, aber zumindest will man dann doch wissen, wie es weiter geht. Wie geht Elisabeht mit der Offenbarung des Geheimnisses ihrer Mutter um. Wird sie sich für die Familie oder ihre große Liebe entscheiden? Außerdem werden Intrigen gesponnen und es gibt ein regelrechtes Durcheinander, wer nun den Herzenbrecher Henry liebt, bekommt, nicht liebt ... Es geht um Kleider, Stoffe, Spitzen, Sonntagsbesuche, Kutschenausfahrten ... Und dann gibt es noch ein Hausmädchen, das mit ihrer Arbeit und ihrer Herrin nicht zufrieden ist ...

Fazit:

Das Buch hat mich ganz gut unterhalten, unbedingt überwältigend ist es aber nicht.

⭐⭐⭐

Mittwoch, 17. Juli 2019

Aufbruch in ein neues Leben - Linda Winterberg



Inhalt:

In diesem Buch geht es um Luise, Margot und Edith, die in Berlin 1917 eine Ausbildung zur Hebamme machen. Luise hat das Handwerk schon von ihrer Oma gelernt, sie braucht aber ein Zeugnis, das sie vorweisen kann. Margot sehnt sich nach einem besseren Leben, raus aus dem Kellerlos im Hinterhof in dem sie mit ihrer Familie haust. Edith möchte die Ausbildung machen, obwohl ihre Eltern dagegen sind. Alle drei jungen Frauen vereint die Liebe zu Menschen, die Liebe zu Babys und diesen auf die Welt zu Helfen. Sie werden alle drei immer wieder vor Herausforderungen gestellt, die sie irgendwie lösen müssen. Alle drei leiden darunter, das Elend und die Armut zu sehen, die der Krieg mit sich bringt. Und immer wieder müssen sie es schaffen, mit Verlust umzugehen.

Meinung

Da ich historische Romane sehr gerne lese und selbst auch einmal Hebamme werden wollte, habe ich mich schon sehr auf diesen Roman gefreut. Wir begleiten drei junge Frauen, deren Leben sich durch die Ausbildung zur Hebamme grundlegend verändert. Es sind sehr unterschiedliche Frauen, doch sehr bald verbindet sie eine sehr tiefe Freundschaft und sie sind immer für einander da und helfen einander, wo sie nur können. Jedes mal, wenn ein Baby das Licht der Welt erblickt, spürt man selbst die Freude, die die Eltern und auch die Hebammen empfinden. Genauso spürt man aber auch die Trauer, wenn ein Baby stirbt. Leider passiert das in dieser Zeit ziemlich oft. Alle leiden unter dem Krieg, der Unterernährung, der Kälte und natürlich auch an den Nachrichten von der Front. Praktisch in jeder Familie gibt es mindestens einen Gefallenen und sehr oft bringen Frauen Babys auf die Welt, ohne überhaupt zu wissen, ob ihr Mann noch lebt. Und dann kommt 1918 auch noch die Spanische Grippe, die sehr viele Menschen dahinrafft.

In diesem Buch bekommt man sehr gut mit, wie die damaligen Verhältnisse waren. Man kann sich das heute gar nicht mehr vorstellen. Aber es gibt auch viele positive Ereignisse in dem Buch. Unter anderem natürlich viele geglückte Geburten. Und was gibt es schöneres als ein Baby, das das Licht der Welt erblickt?

Fazit:

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und es gab mir einen Einblick in das Leben von damals.

⭐⭐⭐⭐⭐

Ich verlinke diese Rezi als mein Monatshighlight auf
Monatshighlight Juni #MiteinanderStattGegeneinander

Lady Annes Geheimnis - Martha Sophie Marcus



Inhalt:

Anne ist seit drei Jahren Zofe am Hof des Kurfürsten Georg Ludwig. Ihre Eltern hatten sie aufgrund einer unehelichen Schwangerschaft verbannt und ihr das Kind weggenommen. Nichts wünscht sich Anne mehr, als nach England zurückzukehren und ihren Sohn wiederzusehen. Als die englische Königin stirbt und Georg Ludwig zum König von England ausgerufen wird, bietet sich auch für Anne die Gelegenheit, in ihre Heimant zurückzukehren. Allerdings entpuppt es sich als sehr schwierig und auch gefährlich, ihren Sohn zu finden und zu sehen.

Meinung:

Ein herrlicher locker und flüssig geschriebener historischer Roman. Ich liebe solche Bücher - man liest etwas über historische Ereignisse und gleichzeitig gibt es eine spannende Handlung fiktiver Personen, die Probleme haben, Geheimnisse, sich verlieben usw. Auch bekommt man in diesem Buch gut mit, wie es damals im Palast und auch außerhalb in den Straßen Londons zuging.

Die Charaktere sind hervorragend entwickelt. Besonders Anne schließt man sehr schnell ins Herz. Sie ist eine herzliche, aber auch starke junge Frau, die schon mehr erlebt hat, als sie in solch jungen Jahren erlebt haben sollte. Sie agiert mit Verstand, muss aber auch manchmal ihr Temperament in Zaum halten. Auch die Protagonisten rund um Anne sind sehr schön beschrieben und man kann sie sich richtig gut vorstellen.

Ich habe das Buch innerhalb von 24 Stunden durchgelesen, da es mir so gut gefallen hat und ich ständig wissen wollte, wie es nun weitergeht.

Historische Personen sowie fremde Ausdrücke werden im Glossar am Ende des Buches aufgeführt.

Fazit:

Eine tolle fiktive Geschichte mit tatsächlichen historischen Personen und Ereignissen vermischt.

⭐⭐⭐⭐⭐